Rezession Arbeitgeberpräsident Hundt fordert Vereinfachung der Kurzarbeit

Kurzarbeit bietet derzeit für viele Unternehmen die einzige Möglichkeit, Arbeitskräfte zu halten. Nach Ansicht von BDA-Präsident Hundt sind es aber immer noch zu wenige, die die Möglichkeit überhaupt nutzen. Er forderte die Regierung auf, die bürokratischen Hürden abzubauen.


Berlin - Die Unternehmen unternehmen auch im Abschwung alle Anstrengungen, um ihre Mitarbeiter zu halten, sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Dieter Hundt, dem "Handelsblatt". "Der Staat muss sie dabei durch einen erleichterten Bezug von Kurzarbeitergeld unterstützen." Dafür müsse insbesondere die Sozialabgabenlast bei Kurzarbeit verringert und das Antragsverfahren verkürzt werden.

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"Kurzarbeit kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Beschäftigung zu stabilisieren und den Anstieg der Arbeitslosigkeit in Grenzen zu halten", betonte der BDA-Präsident. Mit einer Entlastung der Unternehmen bei Kurzarbeit könnten daher "der wirtschaftliche Abschwung gebremst und vor allem die Auswirkungen auf die Beschäftigung eingedämmt werden".

Das Kurzarbeitergeld soll Unternehmen in Flautezeiten von Entlassungen abhalten, indem die Bundesagentur für Arbeit unter Bedingungen für einen Teil der Lohnkosten einspringt. Als Hemmschuh gilt, dass betroffene Betriebe dennoch den Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil auf 80 Prozent des normalen Lohns entrichten müssen. Diese Abgabenlast soll nach BDA-Vorstellung künftig aus Steuermitteln abgemildert werden.

mik/dpa-AFX



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