Richterspruch Freigestellter Arbeitnehmer darf wegen Frischkäse-Klaus gefeuert werden

Eine fristlose Kündigung ist einem Gerichtsurteil zufolge auch in der Freistellungsphase der Altersteilzeit möglich. In dem fraglichen Fall hatte ein Frühpensionär bei seinem Arbeitgeber ein Käsepäckchen gestohlen.


Supermarkt: Teurer kann ein Frischkäse kaum sein
DDP

Supermarkt: Teurer kann ein Frischkäse kaum sein

Bonn - In dem zu behandelndem Fall war ein Schlachtergeselle in einem Einkaufsmarkt beschäftigt, bevor er eine Altersteilzeit im Blockmodell vereinbarte. Das berichtet der Verlag für die Deutsche Wirtschaft in Bonn unter Berufung auf ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein (2 Sa 413/04).

Dabei wurde er nach einer Arbeitsphase in einem zweiten Abschnitt von der Arbeit freigestellt. Während der Freistellungsphase besuchte er den Supermarkt und stahl dort einen Frischkäse im Wert von 1,99 Euro. Vor dem Verlassen des Marktes wurde er von einem Ladendetektiv gestellt.

Der Arbeitgeber kündigte dem Schlachter wegen des Vorfalls fristlos. Dagegen klagte der Gekündigte. Die Richter wiesen die Klage allerdings zurück. Bei Diebstählen sei dem Arbeitgeber auch in der Freistellungsphase ein Festhalten am Arbeitsverhältnis unzumutbar.



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