Energiewende Habeck und Günther wollen Flüssiggas-Terminal schnell bauen lassen

Die Bundesregierung will ihre Pläne für ein LNG-Terminal in Brunsbüttel so schnell wie möglich umsetzen. Einig sind Wirtschaftsminister Habeck und Ministerpräsident Günther auch beim Ausbau der Windenergie.
Schleuseninsel in Brunsbüttel: Abhängigkeit von Energieimporten reduzieren

Schleuseninsel in Brunsbüttel: Abhängigkeit von Energieimporten reduzieren

Foto: Frank Molter / dpa

Der Bund und Schleswig-Holstein wollen den Bau eines LNG-Terminals in Brunsbüttel für verflüssigtes Erdgas und Wasserstoff so schnell wie möglich vorantreiben. Darauf verständigten sich Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Freitag in Kiel. Der Bau müsse maximal beschleunigt werden, sagte Günther. Normalerweise brauche man für ein solches Terminal fünf bis fünfeinhalb Jahre, sagte Habeck. »Es muss schneller gehen.«

Beide Politiker stimmten auch darin überein, die Windenergie an Land verstärkt dadurch auszubauen, dass bestehende alte Anlagen durch leistungsfähige neue ersetzt würden. Die schleswig-holsteinische Westküste entwickle sich zu einem Vorbild für CO2-freie Industrie in Deutschland, sagte Habeck. Erneuerbare Energien seien zu einem Standortvorteil geworden: Unternehmen machten Investitionsentscheidungen zunehmend davon abhängig, wo sie grüne Energie bekommen könnten.

Deutschland werde zügig Schritt für Schritt seine Abhängigkeit von Energieimporten aus Russland verringern, sagte Habeck. Im Blick auf die Werften zeigte er sich bereit, mit ihnen über verstärkte Kooperationen zu sprechen. Zum Beispiel stelle sich die Frage, wer das erste klimaneutrale Schiff bauen werde.

mik/dpa-AFX
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