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MISCHKONZERNE Rückkehr der Giganten?

aus DER SPIEGEL 44/2000

Der Kampf der US-Riesen General Electric (GE) und United Technologies um den 45 Milliarden Dollar teuren Kauf von Honeywell hat die Aufmerksamkeit von Investoren wieder auf die Schwergewichte der Old Economy gelenkt: Vor allem Mischkonzerne, die wie GE in sehr unterschiedlichen Sparten - Kühlschränke, Fernsehsender, Flugzeugtriebwerke - tätig sind, gelten wieder als attraktiv. Die Übernahme des Mischkonzerns Honeywell (Flugzeugturbinen, Heizungskessel, Chemie) durch General Electric ist der erste Zusammenschluss zweier Dow-Jones-Werte seit 1907. Schon vor dem Kauf lobten die Analysten von Hornblower Fischer die »bewährte Wachstumsstory« von GE, die seit vielen Jahren kontinuierlich Umsatz und Gewinn erhöht. Im letzten Quartal steigerte das weltgrößte Unternehmen seinen Gewinn um über 20 Prozent. Auch in Europa und Asien entdecken Analysten nach dem Kurssturz der Hightech-Werte die traditionsreichen Mischkonzerne wieder. So empfiehlt die WGZ-Bank die französische Vivendi (Wasserversorgung, Medien, Telekommunikation); das Bankhaus ABN-Amro hält die Essener RWE (Strom, Bau, Tankstellen) für unterbewertet. Auf der Kaufliste vieler Experten stehen auch die asiatischen Werte Swire (Immobilien, Luftfahrt, Handel) und Wharf (Kommunikation, Häfen, Immobilien), deren Kurse seit dem Frühjahr gegen den Trend deutlich gestiegen sind.

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