Run auf Rettungspaket 1800 US-Banken prüfen Bewerbung um Finanzhilfen

In der US-Bankenbranche hat offenbar ein Ansturm auf Hilfen aus dem staatlichen Rettungspaket eingesetzt. Laut einem Bericht wollen rund 1800 börsennotierte Finanzhäuser womöglich staatliche Finanzspritzen beantragen.


New York - Bis vor kurzem noch gaben sich US-Banken sehr zurückhaltend, was die Annahme von Staatshilfen betraf. Sie befürchteten Medien zufolge, dass die Annahme der Staatshilfen als Indiz dafür gewertet werden könnte, dass das betreffende Unternehmen in einer tieferen Krise steckt.

US-Finanzminister Paulson: Trendwende im Bankensektor
AFP

US-Finanzminister Paulson: Trendwende im Bankensektor

Doch inzwischen habe sich die Stimmung gedreht, schreibt das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Vertreter des Finanzministeriums und der Bankenaufsicht. Viele Banken machten sich nun jetzt Sorge, dass gerade diejenigen am Markt am Ende als zu schwach gelten könnten, die kein Geld aus dem Rettungstopf bekommen haben.

Gut 1800 börsennotierte Finanzhäuser sollen inzwischen erwägen, sich für das Rettungspaket zu bewerben. Und damit nicht genug: Abhängig von den noch nicht festgelegten Bedingungen für eine Teilnahme könnten noch Tausende weitere Privatbanken diesen Schritt gehen.

In einem ersten großen Schritt hatte die US-Regierung 125 Milliarden Dollar in neun wichtige Großbanken investiert. Noch einmal so viel ist im Zuge des 700 Milliarden US-Dollar schweren Rettungspakets für Beteiligungen an weiteren Häusern vorgesehen.

Überdies öffnete das Finanzministerium die Tür auch für andere Finanzinstitute wie etwa Versicherer. Einige Experten befürchteten daher bereits, das Geld könne womöglich nicht reichen, berichtete die Zeitung. Bewerbungsfrist sei nach letzten Plänen der 14. November.

ssu/dpa-AFX



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