Ruppig Verkäuferin erhielt Kündigung per SMS

Ein Manager der englischen Handelskette Blue Banana hat eine seiner Mitarbeiterinnen entlassen. Die 21-jährige Katy Tanner aus Cardiff bekam die Kündigung als Textnachricht aufs Handy geschickt, während sie krank im Bett lag.

London - "Wir haben Deine Verkaufszahlen überprüft. Sie sind nicht so hoch, wie sie sein müssten. Deshalb werden wir Deine Dienste nicht mehr in Anspruch nehmen. Danke für die Zeit, die Du bei uns warst", zitiert die "Times" die Nachricht in voller Länge. Tanner habe sie nach eigenen Angaben erhalten, als sie zu Hause mit Migräne im Bett lag.

Tanners Chef Ian Besbie, sieht in dem ungewöhnlichen Weg für eine Entlassung kein Problem: "Wir sind ein junges Unternehmen und unsere Angestellten sind alle ein Teil der Jugendkultur, die SMS als wesentliches Mittel zur Kommunikation verwendet". Der Angestellten hätten "die Enttäuschung und die Kosten erspart werden sollen, nur zur Arbeit zu kommen, um dann gekündigt zu werden".

Um Übrigen, so zitiert die "Times" Besbie weiter, seien zuvor fünf oder sechs Versuche, Tanner telefonisch zu erreichen, gescheitert. Auch über ihren Freund habe keine Nachricht übermittelt werden können. Erst daraufhin sei die SMS geschickt worden.

Tanner empfindet die Art der Kündigung dagegen alles andere als rücksichtsvoll. Sie habe sich nie per SMS krank melden dürfen, sondern habe immer anrufen müssen.

Der etwas schrille Vorgang passt zum Unternehmen. Blue Banana ist nach eigenen Angaben in Großbritannien der größte Anbieter für Piercing-Schmuck und Mode, die von Punkern, Gothics und Rockern getragen wird. Beschäftigt sind dort etwa 120 Mitarbeiter, viele davon sind jünger als 21 Jahre.

mik/dpa/"The Times"

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