Energieversorgung Russland akzeptiert für Gaslieferungen nur noch Rubel

Um sich gegen die harten Sanktionen zu wehren, hat Russland einen drastischen Schritt beschlossen: Energielieferungen des Landes dürfen nur noch in Rubel bezahlt werden.
Wladimir Putin unterschreibt eine Gaspipeline in Wladiwostok (Archivfoto)

Wladimir Putin unterschreibt eine Gaspipeline in Wladiwostok (Archivfoto)

Foto: Dmitry Astakhov / AFP

Für Gaslieferungen aus Russland müssen Kunden in Deutschland und anderen EU-Staaten künftig in Rubel bezahlen. Der russische Präsident Wladimir Putin wies am Mittwoch die Regierung an, keine Zahlungen in Dollar oder Euro mehr zu akzeptieren. Die Lieferungen würden weiter in vollem Umfang gewährleistet, versicherte der Kremlchef in einer Videokonferenz der Regierung, die im Staatsfernsehen übertragen wurde.

Betroffen sind demnach die von Russland auf einer schwarzen Liste festgehaltenen »unfreundlichen Staaten«. Dazu gehören Deutschland und alle anderen EU-Staaten, aber etwa auch die USA, Kanada und Großbritannien. Die Ankündigung sorgte prompt für eine Stärkung der russischen Währung, die massiv unter Druck steht. Die Zentralbank und die russische Regierung hätten nun eine Woche Zeit, die Modalitäten für die Umstellung von Devisen- und auf Rubelzahlungen festzulegen, sagte Putin.

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Als Reaktion auf die Sanktionen des Westens hatte die russische Regierung bereits Anfang des Monats beschlossen, dass eigene finanzielle Verpflichtungen bei »unfreundlichen Staaten« nur noch in Rubel beglichen werden. Darunter sind auch die Ukraine, die Schweiz und Japan.

hej/dpa