Alternativen zu Putins Reich Wie Deutschland an neue Rohstoffe kommen kann

Nickel, Platin, Kobalt: Russland war jahrzehntelang eine Rohstoffkammer der deutschen Industrie. Nun gibt es auf der Suche nach anderen Quellen erste Hoffnungsschimmer – wo?
Von manager-magazin-Redakteur Christian Schütte
Schatzschmelzer: Russlands größter Bergbaukonzern Nornickel raffiniert auch in Murmansk Nickel

Schatzschmelzer: Russlands größter Bergbaukonzern Nornickel raffiniert auch in Murmansk Nickel

Foto: Lev Fedoseyev / imago images/ITAR-TASS

Stoff für jährlich 400.000 Elektroautos kann das Werk liefern, das BASF-Chef Martin Brudermüller demnächst im brandenburgischen Schwarzheide eröffnen will. Sein Kathodenmaterial (CAM) für Batteriezellen ist heiß begehrt, feine Aussichten für Brudermüller. Die boomende Nachfrage werde in Europa noch auf Jahre hinaus das Angebot übersteigen, kalkuliert sein Arbeitgeber, der weltgrößte Chemiekonzern.

Das Vorprodukt, Kurzform: PCAM, kommt aus Harjavalta, gut 200 Kilometer nordwestlich der finnischen Hauptstadt Helsinki, wo BASF ebenfalls eine Fabrik errichtet. Und die wiederum wird von einer Raffinerie direkt auf der anderen Straßenseite beliefert. Es ist ein fast ideales Modell mit komplett grüner Energie und perfekter Logistik – wenn nur die Geopolitik nicht zuschlägt.

Die Raffinerie gehört nämlich dem Nornickel-Konzern, Weltmarktführer bei hochreinem Nickel und Palladium, Großproduzent auch von Platin, Kupfer, Kobalt und anderen Metallen. Vor Jahren schon haben die Deutschen einen Pakt mit den Russen geschlossen, um sich den »einzigartigen Zugang« zu deren Schätzen zu sichern. Die Rohstoffe für BASF stammen aus den Minen Sibiriens. Nornickels Haupteigentümer ist Wladimir Potanin, der reichste der russischen Oligarchen und Eishockeykumpel Wladimir Putins.

Jetzt weiterlesen mit SPIEGEL+

Jetzt weiterlesen. Mit dem passenden SPIEGEL-Abo.

Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen – von Reportern aus aller Welt. Jetzt testen.

  • Alle Artikel auf SPIEGEL.de frei zugänglich.

  • DER SPIEGEL als E-Paper und in der App.

  • Einen Monat für 1,- € testen.

Einen Monat für 1,- €
Jetzt für 1,- € testen

Sie haben bereits ein Digital-Abonnement? Hier anmelden

Weiterlesen mit SPIEGEL+

Mehr Perspektiven, mehr verstehen.

Freier Zugang zu allen Artikeln, Videos, Audioinhalten und Podcasts

  • Alle Artikel auf SPIEGEL.de frei zugänglich

  • DER SPIEGEL als E-Paper und in der App

  • DER SPIEGEL zum Anhören und der werktägliche Podcast SPIEGEL Daily

  • Nur € 19,99 pro Monat, jederzeit kündbar

Sie haben bereits ein Digital-Abonnement?

SPIEGEL+ wird über Ihren iTunes-Account abgewickelt und mit Kaufbestätigung bezahlt. 24 Stunden vor Ablauf verlängert sich das Abo automatisch um einen Monat zum Preis von zurzeit 19,99€. In den Einstellungen Ihres iTunes-Accounts können Sie das Abo jederzeit kündigen. Um SPIEGEL+ außerhalb dieser App zu nutzen, müssen Sie das Abo direkt nach dem Kauf mit einem SPIEGEL-ID-Konto verknüpfen. Mit dem Kauf akzeptieren Sie unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärung.