Sanktionen gegen Russland Preis für Erdgas in Europa schnellt um 60 Prozent in die Höhe

Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine und den scharfen Wirtschaftssanktionen gegen Moskau steigen die Energiepreise stark. Eine Megawattstunde Erdgas wurde zuletzt für 345 Euro gehandelt.
Nord-Stream-Trasse in Lubmin bei Greifswald (Archiv)

Nord-Stream-Trasse in Lubmin bei Greifswald (Archiv)

Foto: Stefan Sauer / dpa

Der Preis für Erdgas in Europa hat angesichts des fortgesetzten russischen Angriffs auf die Ukraine und der Wirtschaftssanktionen gegen Moskau neue Höchststände erreicht. Am Montagvormittag wurde am wichtigen niederländischen Handelspunkt TTF eine Megawattstunde zeitweilig für 345 Euro gehandelt – ein Plus von rund 60 Prozent. In Großbritannien stieg der Preis für ein sogenanntes Therm, eine dort verwendete Wärmeeinheit, auf 800 Pence.

Zuvor war wegen zunehmender Befürchtungen vor den negativen Folgen des Ukrainekriegs auf die Energieversorgung bereits der Ölpreis in die Höhe geschnellt.

Gaspreis treibt Inflation in die Höhe

Russland ist ein wichtiges Herkunftsland für Rohstoffe. Der Krieg wirkt sich deshalb auch auf die Energiemärkte aus und heizt zugleich Debatten über eine energiepolitische Neuausrichtung an.

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Schon vor dem russischen Angriff auf die Ukraine hatte der Gaspreis in den vergangenen Monaten deutlich zugelegt, was auch in Deutschland die Kosten für Verbraucherinnen und Verbraucher und die Inflationsrate in die Höhe getrieben hatte. In der vergangenen Woche hatte der Gaspreis rund 200 Euro je Megawattstunde erreicht. Zum Vergleich: Ende 2021 lag der Preis nach Angaben von Vergleichsportalen bei knapp 150 Euro je Megawattstunde. Im langjährigen Mittel bewegte er sich zwischen 10 und 25 Euro.

rai/AFP
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