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RWE will Goldschmidt-Mehrheit

aus DER SPIEGEL 26/1992

Um das Essener Chemieunternehmen Th. Goldschmidt AG bemühen sich derzeit drei Großkonzerne: Die Strom- und Chemiegiganten Viag, Veba und neuerdings auch RWE. Die Familienfirma Goldschmidt gilt in der Branche als überaus gewinnträchtig. Das auf Spezialitäten wie Silikone, umweltschonende Treibmittel und FCKW-Ersatzstoffe konzentrierte Unternehmen (1,3 Milliarden Mark Umsatz) steigerte mitten in der Branchenflaute die Umsätze und Erträge. Die Viag hat sich bereits über heimliche Aufkäufe an der Börse rund 25 Prozent gesichert. Die Veba parkt ein kürzlich erworbenes 20-Prozent-Paket an Goldschmidt bei einer Beteiligungsgesellschaft. Der RWE-Konzern zeigte zwar als letzter Interesse an Goldschmidt-Anteilen, aber die Stromfirma hat gute Chancen. Die Essener wollen sich über ihre lokalen Kontakte zu dem auf drei Stämme zersplitterten Familienclan (Goldschmidt-Anteil: 33 Prozent) die Mehrheit sichern. Partner des RWE könnte die befreundete Allianz sein. Der Versicherungskonzern besitzt bereits 11 Prozent an Goldschmidt.

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