Sal. Oppenheim Finanzaufsicht ermittelt bei Deutschlands größter Privatbank

Sal. Oppenheim gerät ins Visier der Bundesbank und der Finanzaufsicht: Nach SPIEGEL-Informationen geht es um Fonds, die Deutschlands größte Privatbank seit den neunziger Jahren anbietet. Zu den Zeichnern gehören Wirtschaftsgrößen wie Thomas Middelhoff oder Madeleine Schickedanz.


Hamburg - Nach SPIEGEL-Informationen ermitteln die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) und die Bundesbank seit Anfang März gemeinsam bei Deutschlands größter Privatbank Sal. Oppenheim. Hintergrund der Sonderprüfung sind allem Anschein nach problematische Kredite, die das Institut an zwei Kölner Kunden in Zusammenhang mit den hauseigenen Oppenheim-Esch-Immobilienfonds vergeben hat.

Die Fonds, die die Bank seit Anfang der neunziger Jahre in Zusammenarbeit mit dem Troisdorfer Bauunternehmer Josef Esch auflegt, waren bei der vermögenden Klientel des Instituts sehr beliebt. Zu den Zeichnern zählen Manager- und Unternehmerpersönlichkeiten wie Thomas Middelhoff, Madeleine Schickedanz, der Kölner Verleger Alfred Neven DuMont, der Bofrost-Eigentümer Josef Boquoi oder Ex-Rewe-Chef Hans Reischl.

Zuletzt hatte sich jedoch unter Fondsinhabern Unmut über mangelnde Transparenz breitgemacht. Erst vor vier Wochen haben Anleger bei einer Gesellschafterversammlung des MMC-Fonds, der Fernsehstudios in Köln-Ossendorf finanziert hatte, über eine unzureichende Informationspolitik der Geschäftsführung geklagt.



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