Satelliten-TV Murdoch geht leer aus

Der Kampf um die Macht beim US-Satellitenfernsehen ist entschieden. Nach monatelangen Verhandlungen hat Echostar den Zuschlag für die Satellitensparte von General Motors bekommen und damit Rupert Murdoch ausgebootet.


Rupert Murdoch: Kaufofferte zurückgezogen
REUTERS

Rupert Murdoch: Kaufofferte zurückgezogen

New York - Für die GM-Tochter Hughes Electronics und ihren marktführenden Satelliten-Sender Direct TV zahlt Echostar Chart zeigen einer gemeinsamen Erklärung beider Unternehmen zufolge rund 26 Milliarden Dollar. Damit entsteht der größte Anbieter auf dem US-Satellitenmarkt. Der Deal muss noch von den Wettbewerbsbehörden gebilligt werden.

Echostar hatte erst im August ein Angebot für Hughes vorgelegt und war damit dem Australier Rupert Murdoch auf die Füße getreten. Dessen Firma News Corporation Chart zeigen hatte bereits einige Monate erfolglos mit GM Chart zeigen über den Kauf der Satellitensparte verhandelt. Am vergangenen Samstag zog

GM-Zentrale: Transaktionssumme von 26 Milliarden Dollar
DPA

GM-Zentrale: Transaktionssumme von 26 Milliarden Dollar

Murdoch dann sein Kaufangebot zurück - aus Ärger darüber, dass GM ihn Monate lang hatte zappeln lassen, vermuten Branchenkenner. Daraufhin gab der Aufsichtsrat von General Motors am Sonntag grünes Licht für den Verkauf an Echostar.

Hughes Electronics ist der Besitzer von Direct TV, dem mit zehn Millionen Abonnenten derzeit größten Anbieter von Satellitenfernsehen in den USA. Echostar war mit 6,7 Millionen Abonnenten bisher die Nummer zwei. Durch den Kauf von Hughes wird Echostar nun zum unangefochtenen Marktführer. Murdoch bleibt damit in den USA weiter ohne Satelliten-Standbein.



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