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Saudis verlangen höhere Zinsen von den Deutschen

aus DER SPIEGEL 21/1981

Bundeskanzler Helmut Schmidt gerät mit seinem Plan, über die Frankfurter Kreditanstalt für Wiederaufbau mehr als sechs Milliarden Mark zinsverbilligte Gelder für die deutsche Wirtschaft zu beschaffen, zunehmend in Schwierigkeiten. Für die Zinssubvention sind derzeit 645 Millionen Mark für die nächsten Jahre im Bundeshaushalt veranschlagt. Die Saudis jedoch, bei denen das Geld geliehen werden soll, sind nicht bereit, den Deutschen die bisher üblichen günstigen Bedingungen einzuräumen. Nach der jetzigen Marktlage werden bereits 300 Millionen Mark mehr als geplant für die Verbilligung der Kredite benötigt. Bonner Finanzexperten schließen nicht aus, daß der Kanzler gezwungen sein wird, aus dem Milliarden-Geschäft auszusteigen. Ein FDP-Abgeordneter prophezeit: »Das läuft so nicht.«

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