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31. März 2009, 09:47 Uhr

Scheidender GM-Chef

Wagoner erhält zum Abschied 20 Millionen Dollar

Üppige Pension: Rick Wagoner bekommt zum Abschied 20 Millionen Dollar von General Motors. Eine Sprecherin des Autokonzerns sagte, es handle sich nicht um einen "goldenen Handschlag".

Detroit - Mit bissigen Worten hatte der GM-Chef seine Ablösung quittiert: Er sei von der US-Regierung aufgefordert worden, "aus dem Weg zu gehen", ließ sich Rick Wagoner in einer Mitteilung zitieren. Der Abschied wird dem Manager allerdings mit einer Zahlung von 20 Millionen Dollar erleichtert.

Rick Wagoner: Wurde aufgefordert, "aus dem Weg zu gehen"
DPA

Rick Wagoner: Wurde aufgefordert, "aus dem Weg zu gehen"

Die Summe umfasst Pensionsansprüche und andere Ersatzleistungen aus Wagoners Vertrag, teilte eine Sprecherin von General Motors mit. Das Unternehmen lege aber Wert darauf, dass es sich nicht um einen "goldenen Handschlag" handle. Die Details der Zahlungen würden derzeit noch geprüft.

Wagoner war insgesamt 32 Jahre bei GM beschäftigt. Der Konzern fuhr unter seiner Führung in den vergangenen vier Jahren Rekordverluste ein - insgesamt über 80 Milliarden Dollar.

Am Sonntag hatte der Manager nach massivem Druck der US-Regierung seinen Rücktritt erklärt, Nachfolger wird Finanzvorstand Fritz Henderson. Er hat laut einer Entscheidung von US-Präsident Barack Obama 60 Tage Zeit, um "einen besseren Geschäftsplan" vorzulegen. Nur dann hat GM Aussicht auf weitere Staatshilfen.

cte/AFP/dpa

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