Schifffahrt Maersk Linie zeigt Interesse an Hapag Lloyd

Das Ziel ist eine mittelfristige Konsolidierung der Branche: Die größte Containerschiffs-Reederei der Welt schließt einen Kauf der deutschen Hapag-Lloyd nicht aus. Möglich ist dies laut Maersk-Linie-Chef Kolding jedoch frühestens in zwei Jahren.


Hamburg - Die weltweit größte Container-Reederei Maersk Line ist an ihrem deutschen Konkurrenten Hapag-Lloyd interessiert. "Wir schließen nicht aus, Hapag-Lloyd zu kaufen", sagte Maersk-Chef Eivind Kolding der "Süddeutschen Zeitung". Die Übernahme von Hapag-Lloyd durch eine Hamburger Investorengruppe um den Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne vor vier Wochen führe nicht zu einer Konsolidierung in der Branche. "Aber Konsolidierung ist mittelfristig notwendig, und wir wären gerne Teil davon", so Kolding.

Er ließ den Angaben zufolge offen, ob ein neuer Anlauf schon in zwei Jahren erfolgen könnte. Auch eine gemeinsame Beteiligung mit Kühne sei denkbar. Zuvor müsse die Branche allerdings eine Krise überstehen. Zurzeit verlören alle großen Reedereien wegen Überkapazitäten und sinkender Nachfrage Geld. "2009 wird schwierig. Wir hoffen auf Verbesserungen im Jahr 2010", sagte Kolding. Die Investorengruppe um Kühne hatte die Traditionsreederei für 4,5 Milliarden Euro von der Tui übernommen.

fsc/ddp



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