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Schlechte Zeiten für Schloßbesitzer

aus DER SPIEGEL 31/1979

Englands Adel plagt sich mit einem teuren Erbe. Reparatur-, Heiz-, Personat- und Instandhaltungskosten für die historischen Landsitze der Herrschaften sind so stark gestiegen, daß sie auch durch höhere Eintrittsgebühren für Schloß-Touristen nicht mehr abzufangen sind. Ein so geschäftstüchtiger Schloßeigner wie der Marquess of Bath beispielsweise, der bis vor kurzem noch einen geringen Gewinn aus seiner Besucher-Attraktion Longleat geschlagen hatte, setzt mittlerweile 20 000 Pfund (85 000 Mark) im Jahr beim Unterhalt seines geräumigen Hauses zu. Der Marquess of Tavistock, Sohn des Herzogs von Bedford, verliert nach eigenen Angaben sogar 30 000 bis 40 000 Pfund jährlich durch sein Schloß Woburn Abbey. Lord Brooke, Sohn des Earl of Warwick, verkaufte den Familienstammsitz bereits an die Manager der Wachsfiguren »Madame Tussaud's«.

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