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27. September 2000, 14:41 Uhr

Schlechtes Klima

Telefónica-Mobilfunktochter plant nur kleinen Börsengang

Wegen des schlechten Börsenklimas will der spanische Telefonkonzern Telefónica den Börsengang seiner Mobilfunktochter auf ein Minimum reduzieren.

Madrid - Ursprünglich habe Telefónica Móviles, die als das Juwelstück der Telefónica-Gruppe gilt, mit 30 Prozent der Anteile an die Börse gehen wollen. Nun würden nur zwischen 10 und 15 Prozent verkauft, berichtet die Madrider Wirtschaftszeitung "Cinco Dias".

Das Unternehmen hofft auf einen Erlös von mindestens sieben Milliarden Euro. Mit dem zusätzlichen Kapital soll die Expansion auf den europäischen Märkten finanziert werden.

Telefónica wollte sich zum Umfang der Tranche nicht äußern. Der Gesamtwert des Unternehmens, das in Spanien 11,4 Millionen Kunden hat und weitere zehn Millionen über Tochterunternehmen in Lateinamerika betreut, wird von Analysten bislang auf 70 Milliarden Euro veranschlagt.

Die Operation war bereits auf der Hauptversammlung im April vom damaligen Telefónica-Präsidenten Juan Villalonga angekündigt worden. Im Juli wurden die JP Morgan und Crédit Suisse First Boston als Beraterbanken für den Börsengang benannt.

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