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Schluckt Bahlsen Brandt-Zwieback?

aus DER SPIEGEL 12/1988

Der in Hannover ansässige Keks-Hersteller Bahlsen (Gruppenumsatz: rund 1,5 Milliarden Mark) will einen Konkurrenten schlucken: den Hagener Gebäck- und Schokolade-Produzenten Carl Brandt (Umsatz: 350 Millionen Mark), der bei Zwieback einen Marktanteil von rund 90 Prozent hat. Damit setzt der Backwaren-Produzent weiter auf Expansion, nachdem das Unternehmen unter der allzu traditionsverhafteten Führung des Firmenseniors Werner Bahlsen in den frühen achtziger Jahren in die Krise geraten war. Nach dem Ausscheiden des damals 81jährigen Patriarchen im Jahre 1985 bemühten sich dessen Söhne Lorenz, 40, und Werner Michael, 38, sowie Neffe Hermann, 60, das Unternehmen vom Ruf des biederen Keks- und Kuchen-Bäckers zu befreien. Das ausufernde, aber einseitig auf die Kaffeetafel ausgerichtete Sortiment wurde bereinigt, die hausbackene Werbung ("Aus Bahlsens Probierstube") flotter gestaltet und der Vertrieb gestrafft. Mit Kleinpackungen und neuen Snacks für zwischendurch erschloß sich das Unternehmen neue Zielgruppen.

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