Schmidtbank Angebot an Aktionäre

Die in der Auffanggesellschaft Medusa gebündelten neuen Eigner der SchmidtBank wollen den rund 10.000 freien Aktionären des maroden Instituts in wenigen Tagen ein Übernahmeangebot machen.


DER SPIEGEL

Die Konditionen stehen zwar noch nicht endgültig fest, doch wer seine Aktien bei einer Emission gezeichnet hat, werde rund sechs Euro für seine Papiere bekommen. "Das entspricht in etwa den Anschaffungskosten", berichtet ein an den Verhandlungen beteiligter Banker. Wer die Aktien über die SchmidtBank bezogen hat, kann mit rund 13 Euro rechnen ­ allerdings nur bis zu einer Obergrenze, die nach jetzigem Stand bei über 10.000 Stück liegen wird. Von den 76 Millionen Aktien der SchmidtBank sind knapp 20 Millionen im Streubesitz. Der Handel wurde am 14. November wegen der Schieflage des Instituts eingestellt. Mit der freiwilligen Offerte will die Medusa einen Imageverlust, aber auch Anlegerklagen verhindern. Einige Aktionäre haben sich bereits mit Rechtsanwälten in Verbindung gesetzt. Sie beklagen, dass ihnen ihre Anlageberater die Aktien empfohlen hatten, ohne auf die Risiken hinzuweisen. Auch habe das Institut erste Berichte über die Schwierigkeiten der Bank dementiert ­ aus diesem Grund hätten sie ihre Positionen nicht verkauft.



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