Schmiergeld-Affäre Ex-DaimlerChrysler-Mitarbeiter wegen Bestechlichkeit verurteilt

In der Schmiergeld-Affäre bei Daimler-Chrysler ist ein Ex-Bauleiter von DaimlerChrysler zu einem Jahr Haft auf Bewährung und 100.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Er soll einem Mann aus Bayern gegen Bestechungsgelder Aufträge zugeschanzt haben.

Stuttgart – 172.900 Euro Schmiergeld soll der Angeklagte in den Jahren 2000 bis 2003 von einem Geschäftspartner angenommen haben, heißt es in einem Bericht der "Stuttgarter Nachrichten". Bei diesem Partner handele es sich um einen Ladenbauer und Graumarkthändler aus Bayern, der in der Affäre eine Schlüsselrolle spielen soll. Er bekam im Gegenzug für die Schmiergelder Aufträge von dem Angeklagten, der in ganz Deutschland auf verschiedenen Konzern-Baustellen als Bauleiter für Daimler Chrysler gearbeitet hatte. Der Konzern habe sich inzwischen von dem Mitarbeiter getrennt.

Dem Bericht zufolge wurde der Ex-Bauleiter nun wegen Bestechlichkeit und Untreue zu einem Jahr Haft auf Bewährung und 100 000 Euro Strafe verurteilt. Der frühere Bauleiter des Konzerns habe sich vor dem Amtsgericht Stuttgart in 15 Fällen verantworten müssen. Der erlassene Strafbefehl sei inzwischen rechtskräftig, zitiert die Zeitung eine Gerichtssprecherin.

Nach Angaben der Zeitung ist es die erste rechtskräftige Verurteilung in der Affäre, die Anfang 2005 begann und sich um Untreue und Bestechlichkeit im DaimlerChrysler-Vertrieb im Zusammenhang mit Graumarktgeschäften dreht. Ermittelt werde nach wie vor unter anderen gegen den Ladenbauer, gegen Ex-DaimlerChrysler- Vertriebschef Eckhard Panka und Ex-Mercedes-Vertriebschef Jürgen Fahr.

fok/dpa