Schmiergeld-Affäre Siemens hofft auf schnellen Vergleich mit der SEC

Der Siemens-Konzern will die Schmiergeld-Affäre endlich abschließen. Ein rascher Vergleich mit der US-Börsenaufsicht SEC soll dabei helfen.


München - Die Signale aus New York sind ermutigend. Die SEC sei auf Basis der bekannten Informationen zu einem Vergleich bereit, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Eine Lösung könnte zustande kommen, bevor jeder Stein bei Siemens Chart zeigen umgedreht sei und die finalen Ergebnisse der Korruptionsuntersuchungen feststünden.

Siemens-Niederlassung München: Angst vor der heißen Vorwahlkampf-Phase
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Die Gespräche über einen Vergleich zwischen den US-Behörden und dem Unternehmen sollen nach Informationen des Blattes noch im März beginnen. Schon in den kommenden Wochen werde der Fahrplan dafür abgesteckt. Ziel der Konzernspitze: eine Einigung mit der SEC bis zum Herbst.

Das Verfahren solle sich auf keinen Fall in die heiße Phase des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfes ziehen. Siemens müsse dann befürchten, dass politische Diskussionen und die Neuwahl von SEC-Gremien eine Einigung bis zum Sommer 2009 verzögerten. Viele Gremien der US-Behörde seien in hohem Maße politisch und müssten bei veränderten Mehrheitsverhältnissen umbesetzt werden.

Die SEC ermittelt seit dem Frühjahr gegen den Konzern. Im schlimmsten Fall drohen Strafen in Milliardenhöhe und der Ausschluss von öffentlichen Aufträgen. Aufsichtsräte hoffen laut "SZ", dass die Strafe niedriger ausfallen wird als jene anfangs erwarteten drei bis vier Milliarden Euro.

mik/dpa-AFX/Dow Jones



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