Schmiergeldaffäre BMW-Einkaufsmanager wegen Korruptionsverdachts verhaftet

Nach den Affären bei Volkswagen und Infineon ermittelt auch bei Autokonzern BMW die Staatsanwaltschaft wegen Schmiergeldverdachts. Zwei Verdächtige wurden bereits festgenommen.


BMW-Logo: Verdacht auf Schmiergeldzahlungen
DPA

BMW-Logo: Verdacht auf Schmiergeldzahlungen

München - Ein BMW-Manager und ein Beschäftiger eines Zulieferbetriebs seien festgenommen worden, sagte ein Sprecher der Münchner Staatsanwaltschaft am Mittwoch in München. Der BMW-Mitarbeiter stehe im Verdacht, 100.000 Dollar Schmiergeld angenommen zu haben.

Der Fall sei durch einen Hinweis der Finanzbehörden aufgeflogen. Der 54-jährige sei an leitender Stelle im Konzerneinkauf tätig.

Der BMW-Angestellte und der 45-jährige Verantwortliche eines Zulieferbetriebs im sächsischen Neuensalz bei Zwickau sollen noch heute dem Haftrichter vorgeführt werden. Bei Durchsuchungen seien Unterlagen sichergestellt worden.

Die Behörde bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des "Bayerischen Rundfunks". Ein BMW-Sprecherin erklärte SPIEGEL ONLINE, der verhaftete Manager habe im Einkauf gearbeitet. Das Unternehmen arbeite eng mit der Staatsanwaltschaft zusammen. BMW gehe von einem Einzelfall aus.



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