Schwaches Quartal BMW enttäuscht die Börse

An den Verkaufszahlen lag es nicht - eher an den hohen Kosten für Rohstoffe und am schwachen Dollar: Das dritte Quartal fiel für den Münchener Autobauer BMW durchwachsen aus. Der Gewinn blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück.


München - Enttäuschung bei BMW: Das Ergebnis vor Steuern legte zwar um 6,3 Prozent auf 765 Millionen Euro zu, blieb aber weit unter den Erwartungen von Analysten. Die hatten im Schnitt mit 913 Millionen Euro gerechnet.

BMW Concept 1 tii: Neue Höchstwerte angepeilt

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Die Prognose des Münchner Konzerns fiel dennoch optimistisch aus: BMW bekräftigte erneut, dass das Vorsteuerergebnis am Jahresende über dem bereinigten Vorjahreswert von 3,75 Milliarden Euro liegen soll. BMW-Chef Norbert Reithofer sagte, er rechne im vierten Quartal "mit einem noch stärkeren Absatzzuwachs, der auch zu einer sehr positiven Ergebnisentwicklung im Automobilgeschäft beitragen wird".

Mit einem Minus von 3,7 Prozent auf 43,12 Euro war die BMW-Aktie dennoch größter Verlierer im Dax. Belastet hätten das Ergebnis im Quartal vor allem die hohen Rohstoffkosten, der schwache US-Dollar sowie die Kosten für die Markteinführung und den Produktionsanlauf neuer Modelle, hieß es in der BMW-Mitteilung.

In den ersten neun Monaten brach der operative Gewinn um 17 Prozent auf 2,68 Milliarden Euro ein. Der Überschuss gab um zwei Prozent auf 2,14 Milliarden Euro nach; im dritten Quartal sorgten Steuereffekte für einen kräftigen Zuwachs auf 803 Millionen Euro.

Der Umsatz stieg von Januar bis September um 11,1 Prozent auf 40,4 Milliarden Euro. Der Absatz legte um 7,2 Prozent auf 1,095 Millionen Autos zu. Für das Gesamtjahr peilt BMW einen Absatzzuwachs im höheren einstelligen Prozentbereich auf über 1,4 Millionen Fahrzeuge an. Alle drei Marken - BMW, Mini und Rolls-Royce - sollen neue Höchstwerte erreichen.

In den ersten neun Monaten ging das Ergebnis vor Steuern um 8,8 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro zurück, der Umsatz stieg um zehn Prozent auf 38,8 Milliarden Euro, was einer Rendite von 5,5 Prozent entspricht. Mit der strategischen Neuausrichtung, die Reithofer Ende September angekündigt hat, soll das Automobilgeschäft ab 2012 eine Rendite von acht bis zehn Prozent erreichen.

mik/Reuters/AP



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