Schwächelnde Konjunktur Job-Wachstum nimmt im zweiten Quartal ab

Der Arbeitsmarkt hat sich im Frühjahr 2008 leicht abgekühlt. Nach Angaben des statistischen Bundesamts ging das Job-Wachstum im Vergleich zum Vorjahr zurück. Insgesamt sind die Zahlen aber noch positiv: Zum zweiten Mal nach der Wende haben über 40 Millionen Deutsche Arbeit.


Wiesbaden - Die Zahl der Beschäftigten ist im zweiten Quartal 2008 insgesamt gestiegen. Sie lag bei 40,2 Millionen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Insgesamt haben rund 566.000 Menschen mehr Arbeit als letztes Jahr. Das entspricht einem Plus von 1,4 Prozent.

Bauarbeiter in Berlin: 18.000 verlorene Jobs
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Bauarbeiter in Berlin: 18.000 verlorene Jobs

Der Anstieg fiel damit etwas schwächer aus als im ersten Quartal 2008, in dem die Zahl der Erwerbstätigen im Vergleich zu 2007 um 1,6 Prozent zugenommen hatte. Insgesamt ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt aber positiv, trotz der sich mehrenden Rezessionsanzeichen. Die Zahl der Erwerbstätigen überschritt zum zweiten Mal nach der Wiedervereinigung in einem Quartal die Grenze von 40 Millionen. Noch mehr Menschen waren seit der Wiedervereinigung nur im vierten Quartal 2007 angestellt.

Die meisten Menschen finden im Dienstleistungssektor Arbeit. Auch im produzierenden Gewerbe und in der Land- und Forstwirtschaft ist die Zahl der Erwerbstätigen gestiegen. Im Baugewerbe gibt es wie immer weniger Jobs. Dort gingen ungefähr 18.000 Jobs verloren.

Von April bis Juni war die Deutsche Gesamtwirtschaft um 0,5 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal geschrumpft. Es war das erste Minus seit rund vier Jahren. Die meisten Experten erwarten, dass die Zahl der Beschäftigten im kommenden Jahr wegen der Konjunkturabkühlung schwächer wachsen wird.

msm/Reuters/ddp



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