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Schwarzes Geld vom Maharadscha

aus DER SPIEGEL 6/1976

Nach einem Amnestie-Angebot der Regierung förderten Indiens kapitale Steuersünder rund 14,5 Milliarden Rupien (4,2 Milliarden Mark) schwarzes Geld zutage. Die Aktion, durch die nach Schätzungen indischer Steuerexperten rund ein Fünftel aller verheimlichten Einkünfte und Vermögen des Landes aufgedeckt wurde, bringt dem Fiskus im laufenden Budgetjahr zusätzliche 2,5 Milliarden Rupien ein. Nachdem drei frühere Amnestien ohne jeden Erfolg geblieben waren, trieben harte Strafandrohungen der mit diktatorischen Vollmachten ausgerüsteten Regierung notorische Steuerhinterzieher nun zum freiwilligen Bekenntnis. Den größten Betrag meldete ein Maharadscha-Sohn aus der Dynastie von Dschaipur an: Er hatte den Finanzbeamten bislang ein Vermögen von 130 Millionen Rupien (etwa 38 Millionen Mark) verschwiegen.

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