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Schwerer Hagel ohne Folgen

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aus DER SPIEGEL 41/1985

Der schlimme Hagelsturm, der am 12. Juli vergangenen Jahres in München zahllose Autos und Häuser beschädigte, war für die Finanzmanager der Assekuranz viel leichter zu verkraften, als sie immer glauben machen wollen. Obwohl die Branche beim spektakulärsten Versicherungsfall ihrer Geschichte rund 1,5 Milliarden Mark für die Schadensregulierung ausgeben mußte, wurden dadurch ihre Gewinne »keineswegs verhagelt, sondern um einen nicht sonderlich schmerzhaften Betrag gemindert«. Zu diesem Ergebnis kommt der renommierte Kölner Versicherungsprofessor Dieter Farny in einer repräsentativen Branchenuntersuchung. Danach sank 1984 die Rendite der Sachversicherer im Schnitt um weniger als einen Prozentpunkt - bei 28 von 61 untersuchten Firmen war die Rendite sogar gestiegen. Auch die meisten Aktionäre spürten nichts von dem Unwetter. Trotz des Rekordschadens konnte über die Hälfte der betroffenen Aktiengesellschaften ihre gewohnt hohen Dividenden von zehn und mehr Prozent ausschütten.

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