Schwerer Schock für China Wirtschaft wächst weniger als 8,5 Prozent

Selbst ein Wirtschaftswunder made in China muss irgendwann zu Ende gehen. Im kommenden Jahr wird das Bruttoinlandsprodukt der Milliarden-Nation womöglich nur noch um schlappe sieben Prozent wachsen.


Peking - Eine schwächere Inlandsnachfrage und Unsicherheiten in der Weltkonjunktur - dies sind einige der Gründe, die 2004 zu einer Verlangsamung des Wachstums in China führen dürften. Das sagte der Direktor des nationalen Statistikbüros, Qiu Xiaohua, am Montag in einem Interview mit dem "21st Century Business Herald". In diesem Jahr wird das chinesische BIP vermutlich um 8,5 Prozent zulegen, während etwa die Euro-Zone stagniert.

Bauplanung in Shanghai: Einzelhandel legt massiv zu
AP

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Noch sind die Zeichen des Booms überall in China zu sehen. Ebenfalls am Montag wurde bekannt, dass die Umsätze im chinesischen Einzelhandel im Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10,2 Prozent gestiegen sind. Damit hätten die Einzelhändler 420,44 Milliarden Yuan umgesetzt, 43,1 Milliarden Euro. Die Umsätze in städtischen Gebieten seien sogar um 11,6 Prozent gestiegen - Zeichen, dass sich auch in China eine Konsum-Kultur durchsetzt.

Zugleich meldete die Regierung der Volksrepublik, sie habe in den ersten zehn Monaten des Jahres 1,815 Billionen Yuan (186 Milliarden Euro) an Steuern eingenommen - 21 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Verschiedene Naturkatastrophen und die Auswirkungen der Lungenkrankheit Sars hätten dem Wachstum der Steuerkonjunktur offenkundig nicht nachhaltig geschadet.



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