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04. April 2017, 07:41 Uhr

Kampf gegen Falschgeld

Neuer 50-Euro-Schein wird eingeführt

Kein Geldschein wird so oft gefälscht wie die 50-Euro-Note. An diesem Dienstag bringen Europas Währungshüter ein neues, angeblich betrugsresistentes Modell auf den Markt. Hier können Sie sich den neuen Fünfziger ansehen.

Mehr Sicherheit für die am häufigsten gefälschte Euro-Banknote: Seit Dienstag bringen Europas Notenbanken den neuen 50-Euro-Schein in Umlauf. Dieser soll fälschungssicherer sein als sein Vorgänger. Nach Bundesbank-Zahlen entfielen auf ihn im vergangenen Jahr sechs von zehn Falschgeldscheinen.

Vor allem ein Porträtfenster soll Kriminelle vor Probleme stellen: Dieses wird durchsichtig, wenn man den Schein gegen das Licht hält. Dann wird ein Bildnis der griechischen Mythengestalt Europa sichtbar, die Namensgeberin der zweiten Euro-Banknotenserie seit Einführung der gemeinsamen Währung ist. Der aufgedruckte Wert "50" auf der linken unteren Seite ändert zudem beim Kippen des Scheins je nach Blickwinkel die Farbe von Smaragdgrün in Tiefblau.

Der Fünfziger ist gemessen an der Stückzahl der wichtigste Euro-Geldschein. 46 Prozent der Banknoten sind 50-Euro-Scheine. 5,4 Milliarden Stück des neuen Scheins wollen Europas Notenbanken im ersten Schritt über Geldautomaten, Bankschalter und Ladenkassen in Umlauf bringen.

Wer am Dienstag beim Geldabheben oder im Wechselgeld an der Kasse im Supermarkt sofort neue Fünfziger erwartet, könnte allerdings enttäuscht werden. Die Einführung erfolgt schrittweise, und die alten Scheine bleiben gültig. Erst nach und nach werden sie von den Notenbanken aus dem Verkehr gezogen.

Der aufgefrischte Fünfziger ist der vierte Neuzugang der "Europa-Serie": Fünfer, Zehner und Zwanziger wurden schon mit neuen Sicherheitsmerkmalen eingeführt. Bis Ende 2018 sollen 100- und 200-Euro-Scheine neu aufgelegt werden. 500-Euro-Scheine sollen dann nicht mehr ausgegeben werden.

Banken und Handel hatten bereits in den vergangenen Monaten Gelegenheit, Geräte und Personal auf die neuen Fünfziger vorzubereiten. Probleme wie bei der Einführung des neuen Fünfers vor knapp vier Jahren sollte es nach Einschätzungen der Bundesbank daher nicht geben. Im Mai 2013 konnte man anfangs an manchen Automaten Tickets nicht mit dem neuen Fünf-Euro-Schein zahlen, weil die Software der Geräte nicht rechtzeitig umgestellt worden war.

ssu/dpa

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