Illegale Telefonwerbung Netzagentur verhängt 150.000 Euro Bußgeld gegen Hundefutterdrücker

Die Anrufer schüchterten ihre Opfer ein und drängten sie aggressiv zum Kauf vom Hundefutter - obwohl sie gar keinen Hund besaßen. Die Bundesnetzagentur hat jetzt eine Strafe in dem Fall verhängt und ruft die Bürger zur Mithilfe auf.

Call-Center-Mitarbeiterin
DPA

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Wegen unerlaubter aggressiver Telefonwerbung hat die Bundesnetzagentur gegen eine Firma für den Vertrieb von Tierfutter ein hohes Bußgeld verhängt. Die Strafe beläuft sich laut der Behörde auf 150.000 Euro. Grundlage für die Entscheidung seien "gut dargelegte Beschwerden" von Verbrauchern. Die Entscheidung ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Das betroffene Unternehmen habe gegen den Bußgeldbescheid inzwischen Widerspruch eingelegt.

Nach Angaben der Bundesnetzagentur machte die Firma Anrufe ohne die nötige vorherige Einwilligung der Verbraucher. Darüber hinaus verhängte sie wegen der "einschüchternden und aggressiven" Art der Anrufe ein besonders hohes Bußgeld. Demnach wurden Betroffene teilweise zum Kauf von Hundefutter aufgefordert, obwohl sie keinen Hund besaßen. Andere Verbraucher hätten von Anrufen berichtet, die in "regelrechten Telefonterror" ausarteten.

Dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb zufolge dürfen Verbraucher in Deutschland erst nach vorheriger ausdrücklicher Zustimmung Werbeanrufe erhalten. Es ist Unternehmen verboten, diese erst am Anfang eines Gesprächs einzuholen. Auch Anrufe mit unterdrückter Nummer sind verboten. Die Bundesnetzagentur überwacht die Einhaltung dieser Bestimmungen.

Bei Verstößen kann sie Bußgelder von bis zu 300.000 Euro verhängen. Der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, rief Betroffene dazu, Verstöße zu melden. "Für unsere Ermittlungen sind wir auf die Hilfe der Verbraucher angewiesen." Der Rechtsbruch finde in Telefonaten mit diesen statt. "Daher benötigen wir präzise Angaben der Betroffenen."

Die Bundesnetzagentur nimmt Beschwerden hier entgegen.

beb/Reuters

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