Vermittler von Ferienwohnungen Airbnb verbietet Partys dauerhaft

Wegen Corona ging der Wohnungsvermittler Airbnb gegen illegale »Partyhäuser« vor. Doch nun soll das Verbot von Feiern auch über die Pandemie hinaus in Kraft bleiben.
Symbolbild

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Foto: DADO RUVIC / REUTERS

Die beliebte Vermittlungsplattform für Ferienwohnungen Airbnb führt ein dauerhaftes Partyverbot ein. Das Unternehmen hatte Feiern und Partys zunächst zeitweise während der Coronapandemie untersagt, unter anderem um Verstöße gegen Lockdownregeln in verschiedenen Ländern zu unterbinden.

Begleitet wurde die Maßnahme offenbar von einem starken Rückgang von Beschwerden über unerlaubte Zusammenkünfte: Seit Einführung des Verbots seien Meldungen über illegale Partys um 44 Prozent zurückgegangen, teilte das Unternehmen mit Sitz in San Francisco mit (hier geht es zur Pressemitteilung ).

Gleichzeitig kündigte Airbnb allerdings auch an, die zuletzt geltende Beschränkung bei der Größe der vermittelten Objekte aufzuheben. Dabei geht es vor allen Dingen um die 16-Personen-Grenze. In Zukunft soll es wieder möglich sein, auch größere Wohnungen auf der Plattform zu vermieten und zu buchen.

Kategorie »veranstaltungsfreundlich« gestrichen

Hintergrund des Verbots war der Ausbruch der Coronapandemie, die zur Schließung vieler Bars und Klubs sowie zur Einschränkung der Öffnungszeiten und Gästekapazitäten führte. Das wiederum hatte die Verlegung von Partys in gemietete Wohnungen zur Folge. Daher wurde im August 2020 das Partyverbot »im besten Interesse der öffentlichen Gesundheit« angekündigt.

Im Zuge dessen überarbeitete das Unternehmen sein Angebot: Die Kategorie »veranstaltungsfreundlich« wurde bei inserierten Objekten entfernt, ebenso die Klausel in den Hausregeln, wonach »Partys und Veranstaltungen erlaubt« seien. Laut Firmenangaben wurden allein im vergangenen Jahr mehr als 6600 Gäste und einige Gastgeber wegen Verstößen gegen das Partyverbot von der Plattform gesperrt.

Das Unternehmen profitierte zuletzt von Lockerungen bei Pandemieauflagen und der wieder anlaufenden Reisewelle. Der Umsatz von Airbnb stieg im ersten Quartal 2022 um satte 70 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar.

beb/Reuters
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