"Flecki" vs. "Paula" Aldi gewinnt Puddingstreit gegen Dr. Oetker

Wie ähnlich sind sich die Werbekühe "Paula" und "Flecki"? Über diese Frage war zwischen den Lebensmittelkonzernen Aldi und Dr. Oetker der sogenannte Puddingstreit entbrannt. Nun entschied das Oberlandesgericht Düsseldorf: Aldi darf weiter mit "Flecki" werben.
"Flecki" und "Paula": Schüchtern gegen cool

"Flecki" und "Paula": Schüchtern gegen cool

Foto: Daniel Naupold/ dpa

Düsseldorf - Eine lustige Kuh auf der Verpackung, ein gefleckter Pudding innen drin - auf den ersten Blick sehen sich "Paula" und "Flecki" ziemlich ähnlich. Doch nicht ähnlich genug, um das Nachahmerprodukt von Aldi zu verbieten, entschied das Düsseldorfer Oberlandesgericht. Es wies den Berufungsantrag von Dr. Oetker gegen ein früheres Urteil des Landgerichts zurück.

Damit darf das Aldi-Produkt "Flecki" dem Oetker-Pudding "Paula" auch weiter Konkurrenz machen. "Paula" wird seit 2006 mit einer Comic-Kuh mit Sonnenbrille auf dem Deckel vermarktet. Im vergangenen Jahr brachte Aldi Süd seinen "Flecki"-Pudding auf den Markt. Statt Sonnenbrille trägt die Kuh hier Blümchen und Kuhglocke - und ein bisschen magerer ist sie auch.

"Flecki" ahme Oetkers "Paula" zwar nach, entschieden die Richter. Es werde aber ausreichend Abstand zum geschützten Design gewahrt. Ähnlich hatte das Landgericht bereits Anfang März argumentiert. Damals hatten die Juristen festgestellt, "Paula" strahle "Coolness" aus und dominiere die Verpackung. "Flecki" dagegen, die schüchtern vom Rand der Verpackung lugt, stehe nicht annähernd so im Mittelpunkt wie die Oetker-Kuh.

stk/dpa-Afx
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