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26. November 2014, 09:57 Uhr

Gefahr schädlicher Stoffe

Alnatura ruft Babybrei zurück

Die Bio-Handelskette Alnatura ruft vorsorglich einen Babybrei zurück. Betroffen sind bestimmte Packungen des 4-Korn-Getreidebreis. Darin könnten schädliche Substanzen enthalten sein.

Bickenbach - Das Unternehmen spricht von einer Vorsorgemaßnahme: Alnatura ruft einen Getreidebrei für Säuglinge und Kleinkinder zurück, weil dieser Spuren eines möglicherweise schädlichen Pflanzeninhaltsstoffs enthalten kann. Es handelt sich um den 4-Korn-Getreidebrei für Babys nach dem vierten Monat. Betroffen seien 250-Gramm-Packungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 30. November 2015, teilte das Unternehmen mit. In einer Probe des Getreidebreis seien Spuren von sogenannten Tropanalkaloiden nachgewiesen worden.

Mit der Rückrufaktion solle jegliches Risiko für Säuglinge und Kleinkinder ausgeschlossen werden, erklärte Alnatura. Ein großer Teil der Ware sei vor der Auslieferung gesperrt worden. In den Geschäften wurden die betroffenen Packungen demnach aus den Regalen genommen. Bereits gekaufte Produkte können zurückgegeben und gegen Ersatzware getauscht werden. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist auf dem Packungsboden aufgedruckt.

Tropanalkaloide kämen natürlicherweise in einigen Pflanzen vor, teilte Alnatura mit. Sie dienten zur Abwehr von sogenannten Fressfeinden. Entsprechende Pflanzen wachsen laut dem Unternehmen vereinzelt auch auf Getreideanbauflächen. Die bei der Getreideernte miterfassten Samen entsprechender Pflanzen würden im späteren Verarbeitungsprozess ausgelesen, erklärte Alnatura. Geringste Rückstände seien durch modernste Laboranalytik aber feststellbar. Alnatura wolle sie daher "bestmöglich aus unseren Produkten ausschließen". Man habe weitere Überwachungsmaßnahmen in die Produktionskette aufgenommen.

Tropanalkaloide können nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung bereits in niedriger Dosierung die Herzfrequenz und das zentrale Nervensystem beeinflussen. Einige der Wirkstoffe werden auch in der Medizin eingesetzt.

mmq/dpa/AFP

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