Zu gutes Wetter Gurkenflut überfordert Niederbayerns Bauern

Tausend Tonnen für die Tonne: In Bayern müssen Landwirte massenhaft Einlegegurken vernichten. Denn das Wetter in Europas größtem Gurkenanbaugebiet war einfach zu gut - und die grünen Massen nahmen überhand.
Gurkenernte (im Juni 2013): "Die Betriebe können die Massen nicht verarbeiten"

Gurkenernte (im Juni 2013): "Die Betriebe können die Massen nicht verarbeiten"

Foto: Patrick Pleul/ picture alliance / dpa

Aholming - In Europas größtem Anbaugebiet für Einlegegurken vernichten niederbayerische Bauern massenweise ihre Ernte. Nicht etwa, weil sie von Ungeziefer befallen, verkümmert oder vergammelt ist - sondern weil das Wetter zuletzt schlichtweg zu gut war.

Das seit Wochen schwülwarme Wetter lasse die Gurken derart schnell wachsen, dass die Kapazitäten zur Verarbeitung erschöpft seien, sagte der Betriebsleiter der bayerischen Gurkenerzeugerorganisation, Josef Hofmeister. Daher seien in den vergangenen Tagen etwa tausend Tonnen des Gemüses entsorgt worden.

"Die Gurke muss spätestens nach zwei Tagen im Glas sein", sagte Hofmeister. "Die Betriebe arbeiten auf Hochtouren, können die Massen aber nicht mehr verarbeiten". In Niederbayern werden auf einer Fläche von etwa 1200 Hektar zwischen Juni und September jedes Jahr etwa 45.000 Tonnen Gurken geerntet. Wie die Gurken in Bayern nun vernichtet wurden, und was mit den Gurkenresten geschehen soll, ist nicht bekannt.

mxw/dpa