Minus 20 Prozent Autourlauber profitieren von niedrigeren Spritpreisen

Die Deutschen fahren gern mit dem Auto in den Urlaub, zur Corona-Zeit umso lieber. Momentan profitieren sie von günstigen Preisen für Benzin und Diesel. Doch das dürfte sich bald ändern.
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Die Deutschen fahren gern mit dem Auto in den Urlaub, fast die Hälfte gelangt so ins Ausland, und dieser Trend dürfte sich in Corona-Zeiten noch verstärken: "Wo Flugreisen ausfallen, könnte das ohnehin häufig gewählte Verkehrsmittel weiteren Zuspruch erfahren", teilte das Statistische Bundesamt mit .

Im Jahr 2019 lag der Anteil derjenigen, die mit dem Auto ins Ausland reisten, demnach bei 42 Prozent. Fast genauso viele Reisende wählten das Flugzeug (41 Prozent), während nur vier Prozent den Zug nahmen. Berücksichtigt wurden Reisen mit vier oder mehr Übernachtungen.

Neben den Beschränkungen durch die Corona-Pandemie könnte noch ein weiterer Faktor das Reisen per Auto begünstigen: die niedrigen Preise für Benzin und Diesel. Die Verbraucherpreise für Kraftstoffe auf dem Weltmarkt waren laut Statistischem Bundesamt im Mai um 20,7 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Derart niedrig waren die Preise letztmalig zu Beginn des Jahres 2016. Hauptgrund ist der seit Jahresbeginn sehr geringe Ölpreis.

Es gibt allerdings Indizien, dass Tanken bald wieder teurer wird. So stiegen die Importpreise für Erdöl von April bis Mai um 34,2 Prozent und die für Mineralölerzeugnisse um 8,1 Prozent. 

Zu denjenigen, die besonderes gern mit dem Auto in den Urlaub fahren, zählen Reisende mit Kindern. 52 Prozent von ihnen fuhren 2019 mit dem Auto in den Urlaub. Der Anteil der Autoreisenden ohne Kinder lag bei 36 Prozent. Die beliebtesten ausländischen Reiseziele deutscher Autotouristen waren 2019 Italien, Österreich und Frankreich.

apr/Reuters
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