Betrug Verbraucherschützer warnen vor Aktienangeboten am Telefon

Geld überwiesen - aber nie Aktien dafür bekommen: Die Verbraucherzentrale Hessen warnt vor Werbeanrufen für angebliche Käufe von Wertpapieren und Kryptowährungen. Meist ködern die Betrüger mit bekannten Unternehmen.
Verbraucherzentrale Hessen in Frankfurt: Geld überwiesen, angeblicher Anbieter verschwunden

Verbraucherzentrale Hessen in Frankfurt: Geld überwiesen, angeblicher Anbieter verschwunden

Foto: Boris Roessler/dpa

Die Anbieter locken mit Aktien von Lufthansa, Siemens, Amazon und anderen prominenten Konzernen: Verbraucherschützer warnen vor einer Betrugsmasche mit angeblichen Aktienkäufen. Betrüger köderten demnach Anleger mit bekannten Unternehmensnamen zum Kauf von Wertpapieren, teilen die Marktwächter der Verbraucherzentrale Hessen mit. Die Anbieter fordern die Verbraucher bei unerwünschten Werbeanrufen auf, dafür Geld auf ein Konto im Ausland zu überweisen.

Nachdem die betroffenen Verbraucher dann das Geld überwiesen haben, seien jedoch nie Aktien in ihrem Depot aufgetaucht. Das Geld war weg. In jüngerer Zeit seien dazu Verbraucherbeschwerden aus sieben Bundesländern eingegangen.

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"Ob vielversprechender Handel mit Kryptowährungen, binären Optionen oder Fremdwährungen - es gibt Anbieter, die - wenn das Geld erst einmal überwiesen ist - nicht mehr zu erreichen sind", warnt Wolf Brandes von der Verbraucherzentrale Hessen. "Sitzen Anbieter im Ausland, ist es sowieso schwer, seine Rechte durchzusetzen." Die Verbraucherschützer raten, vor einer Geldanlage in jedem Fall die Seriosität des Anbieters zu überprüfen und sich auf keinen Fall unter Zeitdruck setzen zu lassen.

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fdi/dpa
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