Damit es nicht im Abfluss landet Brauereien verlängern Mindesthaltbarkeit für Bierfässer

Um zu vermeiden, dass Tausende Liter Bier entsorgt werden, haben Brauereien nachträglich das Haltbarkeitsdatum erweitert. Die Qualität des Getränks werde dadurch nicht beeinträchtigt.
Die Kneipen bleiben geschlossen, die Zapfhähne zu: Brauereien müssen ihre Bierfässer neu etikettieren

Die Kneipen bleiben geschlossen, die Zapfhähne zu: Brauereien müssen ihre Bierfässer neu etikettieren

Foto: Patrick Seeger / dpa

Mehrere Brauereien haben das Mindesthaltbarkeitsdatum für Fassbier nachträglich verlängert, um das vor dem zweiten Corona-Shutdown ausgelieferte Bier nicht zurücknehmen und entsorgen zu müssen.

Der Branchenführer Radeberger mit Marken wie Jever, Radeberger Pils und Brinkhoff's No. 1 und die Warsteiner Brauerei bestätigten diese Maßnahme. Die Brauereien haben an die Großhändler Banderolen für die Bierfässer geschickt, auf denen das verlängerte Mindesthaltbarkeitsdatum vermerkt ist.

Die Qualität des Bieres sei durch die längere Haltbarkeitsfrist von zwei Monaten nicht beeinträchtigt, versicherten Sprecherinnen der Brauereien. Das Mindesthaltbarkeitsdatum sei keineswegs ein Verfallsdatum. Bei Radeberger und Warsteiner beträgt die normale Haltbarkeitsfrist für Fassbier sechs Monate.

Nach Angaben des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit dürfen Lebensmittel über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus verkauft und dafür umetikettiert werden. Die Unternehmen müssten aber vorher prüfen, ob die Produkte weiter sicher seien, heißt es von der Behörde.

mjm/dpa