Nahe 30.000-Dollar-Marke Bitcoin sackt um mehr als 20 Prozent ab

Nach einem Hinweis der chinesischen Zentralbank befindet sich der Bitcoin im freien Fall. Nutzer der weltweit bekanntesten Handelsplattform Coinbase, konnten zwischenzeitlich nicht handeln: Die Website war down.
Foto: DADO RUVIC/ REUTERS

Kryptowährungen haben am Mittwoch beträchtlich an Wert verloren, nachdem China das Verbot von Transaktionen bekräftigt hatte. So sank der Bitcoin-Kurs bis zum Nachmittag um mehr als 20 Prozent auf knapp 30.000 Dollar auf den niedrigsten Stand seit mehren Monaten.

Der weltweit bekannteste Handelsplatz für Kryptowährungen in den USA, Coinbase, war zwischenzeitlich für viele Nutzer nicht erreichbar. »Wir wissen, dass Kunden Probleme beim Anmelden, Anzeigen ihrer Guthaben und beim Handeln haben«, teilte das Unternehmen auf Twitter mit. Man arbeite daran, dies so schnell wie möglich zu beheben. »Das Guthaben auf Coinbase-Konten ist sicher.« Inzwischen sind die Störungen aber behoben.

Die Plattform war erst im April an die US-Börse gegangen. Das Unternehmen wird derzeit höher gehandelt als jeder andere Börsenbetreiber.

Hintergrund für die Kursturbulenzen am Kryptomarkt sind Äußerungen bedeutender chinesischer Bankenverbände am Dienstag, Kryptowährungen seien »keine echten Devisen«. Die drei Verbände hatten Investoren zudem vor »Spekulationen« gewarnt und Finanzinstitute dazu aufgerufen, Kryptowährungen als Zahlungsmittel weder zu akzeptieren noch zu benutzen. Auch die Zentralbank des Landes hatte auf das Verbot von Zahlungen mit Digitalwährungen hingewiesen.

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Die Verbände verwiesen unter anderem auf den im Ausland zuletzt stark schwankenden Kurs der virtuellen Währungen. Spekulationen rund um das digitale Geld hätten hingegen sprunghaft zugenommen. Das alles schade insgesamt der Sicherheit der Güterversorgung und bringe das weltwirtschaftliche Gefüge durcheinander, warnten die Bankenverbände.

Bitcoin-Kurs

China hatte bereits 2019 Zahlungen im Land mit digitalen Währungen für illegal erklärt und diesen Schritt mit Sorgen um das Finanzsystem und die soziale Stabilität begründet. Das Land arbeitet zugleich aber an einer eigenen Kryptowährung, die jedoch von der Zentralbank flankiert werden soll und damit anders gelagert ist als andere Digitalwährungen.

Die Kurse von Kryptowährungen sind tatsächlich sehr schwankend und reagieren mitunter extrem auf öffentliche Äußerungen und Zuspruch durch bekannte Persönlichkeiten. So ließ etwa Tesla-Chef Elon Musk den Bitcoin-Kurs in den vergangenen Wochen erst enorm steigen und anschließend wieder stark fallen, indem der Autokonzern zunächst Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptierte und dann wieder davon abrückte.

fdi/hej/AFP
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