Vor Ende der Brexit-Übergangsfrist Am Ärmelkanal stauen sich schon jetzt die Lastwagen

Noch verhandeln Großbritannien und die EU, um einen harten Brexit zu vermeiden. Doch schon jetzt stauen sich am Ärmelkanal die Lastwagen. Die Häfen sind bereits seit Wochen überlastet.
Lastwagen-Stau am 11. Dezember beim Check-in für den Eurotunnel

Lastwagen-Stau am 11. Dezember beim Check-in für den Eurotunnel

Foto: Frank Augstein / dpa

Zwei Wochen vor dem Ende der Brexit-Übergangsfrist ist bereits der Druck an der wichtigen Handelsroute über den Ärmelkanal zu spüren. Auf Twitter kursierten Ende der Woche Videoaufnahmen von langen Lkw-Staus an der Zufahrt zum Eurotunnel im englischen Folkestone.

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Ein hohes Aufkommen an Frachtverkehr werde in beide Richtungen bis Weihnachten und dann wieder kurz vor Neujahr erwartet, teilte ein Sprecher der Eurotunnel-Betreiberfirma Getlink auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Gründe dafür seien vielfältig: Zum einen würden die Lagerbestände vor Ende der Brexit-Übergangsphase erhöht. Außerdem sei der Betrieb während der Weihnachtszeit traditionell größer, hinzu kämen die medizinischen Lieferungen wegen der Coronavirus-Pandemie.

Die Häfen in Großbritannien sind bereits seit Wochen überlastet. Einige Schiffe mussten bereits abgewiesen werden. Auch das führe zu mehr Verkehr am Eurotunnel, da Containerschiffe teilweise an Häfen auf dem Kontinent entladen würden und die Ware dann mit dem Lastwagen nach Großbritannien gebracht werde, so der Sprecher.

Sollte bis Jahresende keine Einigung zwischen London und Brüssel bei den Gesprächen über einen Brexit-Handelspakt gelingen, drohen Zölle und andere Handelshemmnisse zwischen Großbritannien und der EU. Für diesen Fall wird mit zusätzlichen schweren Verzögerungen im Warenverkehr am Ärmelkanal gerechnet.

mic/bah/dpa
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