Urteil des Bundesfinanzhofs Taxis gelten für den Fiskus nicht als öffentliches Verkehrsmittel

Der Chef eines Warenhauses wollte Taxirechnungen für mehrere Tausend Euro als Werbungskosten geltend machen. Zu Unrecht, urteilt der Bundesfinanzhof – denn Taxis seien kein Linienverkehr.
Ein Taxischild in Frankfurt: Was lässt sich absetzen?

Ein Taxischild in Frankfurt: Was lässt sich absetzen?

Foto: KAI PFAFFENBACH/ REUTERS

Wer mit dem Taxi zur Arbeit fährt, kann lediglich die übliche Entfernungspauschale als Werbungskosten absetzen. Wie der Bundesfinanzhof (BFH) in München entschied , gelten Taxen hier nicht als öffentliche Verkehrsmittel, deren Kosten stets in voller Höhe absetzbar sind.

Der BFH begründete die Entscheidung damit, dass Gesetzgeber bei der entsprechenden Sonderregelung auf öffentlichen Verkehrsmitteln im Linienverkehr abgezielt hat – also insbesondere Bus und Bahn.

Mit dem Urteil wiesen die obersten Finanzrichter einen Geschäftsführer eines Warenhauses in Thüringen ab. Weil er seit 2007 aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst Auto fahren kann, fuhr er die sieben Kilometer zur Arbeit mit dem Taxi. Bus und Bahn seien für seine beruflichen Anforderungen nicht flexibel genug, und die Fahrten dauerten auch zu lange.

Für die Taxifahrten gab er 2016 rund 6400 Euro aus, 2017 waren es 2670 Euro. Diese machte er steuerlich als Werbungskosten geltend. Das Finanzamt erkannte nur die übliche Entfernungspauschale an, hier 500 Euro pro Jahr.

Aktenzeichen: VI R 26/20.

mic/AFP

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