Nudelnachfrage durch Corona Italien verzeichnet Pasta-Exportboom nach Deutschland

Zeitweise waren sie fast so begehrte Mangelware wie Klopapier, Aldi schaffte sie in Sonderzügen über die Alpen: In der Corona-Pandemie ist der Absatz italienischer Nudeln in Deutschland deutlich gestiegen.
Nudelregal in einem Düsseldorfer Edeka-Markt: Corona-Boom

Nudelregal in einem Düsseldorfer Edeka-Markt: Corona-Boom

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Wolfgang Rattay / REUTERS

Die Verbraucher in Deutschland haben der italienischen Pastaindustrie ein kräftiges Exportwachstum im Coronajahr 2020 beschert. Im Vergleich zum Vorjahr 2019 stiegen nach Angaben des italienischen Branchenverbands die Ausfuhren von Nudeln aus dem Mittelmeerland in die Bundesrepublik um rund 20 Prozent.

»Deutschland ist für uns Exportmarkt Nummer eins«, sagte Luigi Scordamaglia vom Lebensmittelverband Filiera Italia. Im Gegensatz zu anderen italienischen Wirtschaftsbereichen, in denen die Exporte während der Pandemie sanken, machte die Lebensmittelindustrie demnach ein gutes Geschäft. In Deutschland kamen laut Filiera Italia auch mehr Olivenöl und Käse aus italienischer Produktion an. Ein anderer Exporterfolg aus Italien war Reis.

Doch nichts konnte die Nudel übertreffen. »Pasta ist eins von den Produkten, deren Konsum während der Pandemie ›explodiert‹ ist«, sagte Scordamaglia. In Deutschland sei sie ohnehin eine sehr stark nachgefragte Ware. Den historisch hohen Absatz führte der Experte unter anderem auf den höheren Bedarf in Coronazeiten und die einfache Zubereitung zurück.

Gerade zu Beginn der Pandemie, im ersten Shutdown im vergangenen Frühjahr, gehörten Nudeln – neben Klopapier und Hefe – zu den besonders begehrten Waren. In vielen Supermärkten waren sie ausverkauft, die Discounterkette Aldi ließ Anfang April sogar Pasta per Sonderzügen aus Italien nach Deutschland schaffen.

fdi/dpa
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