Helikoptergeld gegen Coronakrise US-Regierung will Schecks an Bürger verteilen

Die US-Regierung plant eine radikale Maßnahme, um die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus abzumildern: Bürger sollen Geldschecks bekommen. So soll der Konsum angekurbelt werden.
Donald Trump und Steven Mnuchin

Donald Trump und Steven Mnuchin


Foto: JONATHAN ERNST/ REUTERS

US-Präsident Donald Trump hat angesichts der Coronakrise weitere umfangreiche Hilfen für die amerikanische Bevölkerung und die betroffene Wirtschaft in Aussicht gestellt. Trump sagte, man arbeite an einem "großen" und "kühnen" Paket. Er habe Finanzminister Steven Mnuchin beauftragt, Verhandlungen mit dem Kongress zu führen.

Mnuchin sagte, Ziel sei, den Amerikanern innerhalb der kommenden zwei Wochen finanzielle Hilfen zukommen zu lassen - und nicht erst verzögert, zum Beispiel durch Erleichterungen bei der Lohnsteuer. Erwogen werde, Bürgern Schecks auszuhändigen. "Amerikaner brauchen jetzt Cash", sagte der Finanzminister. Laut Informationen der Finanznachrichtenagentur Bloomberg soll jeder Amerikaner mehr als tausend Dollar bekommen.

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An wen genau welche Hilfen fließen sollten, ließ der Finanzminister offen. Man werde aber versuchen, keine Schecks an Millionäre zu schicken.

Außerdem sollen Fluggesellschaften und Hotelindustrie Unterstützung bekommen. Mnuchin sagte, für Airlines sei die aktuelle Krise härter als die Krise nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Auch Trump hat explizit Unterstützung für US-Luftfahrtunternehmen in Aussicht gestellt: "Wir werden Boeing helfen", sagte Trump. Die Aktie des Airbus-Rivalen hat seit Jahresanfang rund 60 Prozent verloren.

Der US-Präsident hatte bereits mehrfach umfangreiche Hilfen in Aussicht gestellt, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise abzufedern. Mehrere US-Medien - darunter "New York Times" und "Washington Post" - berichteten, die Regierung arbeite an einem Hilfspaket in Höhe von 850 Milliarden Dollar. Damit wäre es das größte in der Geschichte der USA.

hej/AFP
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