Fortschritte beim Impfen Tourismusbeauftragter setzt auf Urlaub in Deutschland – ab Juni

Pfingsten müssten die Menschen wohl noch zu Hause verbringen, sagt der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung. Aber er sei »sehr zuversichtlich«, dass Reisen innerhalb Deutschlands ab Juni wieder möglich sind.
Strandkorb in der Modellregion Schlei/Eckernförde: Sehnsucht nach einem Tapetenwechsel

Strandkorb in der Modellregion Schlei/Eckernförde: Sehnsucht nach einem Tapetenwechsel

Foto: T. Nowack / peno foto / imago images

Urlaubsreisen waren für viele Menschen in Deutschland stets selbstverständlich. Umso mehr fiebern Hoteliers und Erholungssuchende dem Ende der Coronabeschränkungen entgegen. Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), sieht zumindest für Inlandsreisen ab Juni gute Chancen. »Ich bin sehr zuversichtlich, dass Urlaubsreisen bei uns ab Juni in immer mehr Regionen möglich werden. Wichtig ist, dass der Bundes-Lockdown nicht über den 30.6. hinaus verlängert wird«, sagte Bareiß der »Bild«-Zeitung.

Hotels und Restaurants hätten gute Sicherheitskonzepte aufgestellt. Außerdem werden »bis Ende Juni so viele Impfdosen ausgeliefert sein, dass es theoretisch jedem Bundesbürger für die Erstimpfung reicht«, sagte der CDU-Politiker. Weniger Hoffnung machte Bareiß auf Reisen über Pfingsten: »Das wird in vielen Urlaubsregionen leider wieder ins Wasser fallen.«

Die Bundesregierung arbeitet bereits an einer Verordnung für einheitliche Lockerungen der Coronaregeln für vollständig Geimpfte sowie Genesene. Eine Öffnung von Hotels für Geimpfte ist in dem Entwurf aber nicht vorgesehen.

In Schleswig-Holstein läuft in Modellregionen bereits wieder der Tourismus an. Ministerpräsident Daniel Günther fordert eine schnelle Regelung für Hotelöffnungen in Deutschland. Mit Blick auf die vom Bund geplante Verordnung zu mehr Freiheiten für Geimpfte sagte Günther, dass Familien künftig mit einer Mischung aus Impfnachweis der Eltern und Testnachweis älterer Kinder zum Beispiel Urlaub in Hotels an der Nordsee machen könnten.

Auch der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), Gerd Landsberg, fordert von der Bundesregierung langfristige bundeseinheitliche Öffnungsperspektiven. »Die Inzidenzzahlen sinken, die Impfkampagne nimmt Fahrt auf. Wir können hoffen, dass wir die dritte Welle bald überwunden haben. Mit immer mehr geimpften Personen wird im Sommer mehr Normalität möglich sein«, sagte Landsberg der Zeitung »Rheinische Post«.

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Deshalb erwarte der Städte- und Gemeindebund von Bund und Ländern einen Fahrplan, wann und unter welchen Voraussetzungen die nächsten bundesweiten Schritte zu mehr Normalität gegangen werden können. »Langfristige Perspektiven – wenn auch unter Vorbehalt sinkender Infektionszahlen – sollten jetzt auf den Weg gebracht werden«, sagte Landsberg. Nach über einem Jahr Pandemie sei das Motto »Wir fahren auf Sicht« kaum noch vermittelbar.

mmq/Reuters/dpa