An Tankstellen und in Supermärkten Behörde warnt vor illegal verkauften Schnelltests

Vor Weihnachten bei den Großeltern noch schnell testen lassen? Die Bezirksregierung Köln warnt vor zwei bundesweit illegal in den Handel gelangten Corona-Schnelltests – sie könnten »katastrophale Infektionsfolgen« haben.
Schnelltest (Symbolbild): Verletzungsgefahr nicht ausgeschlossen

Schnelltest (Symbolbild): Verletzungsgefahr nicht ausgeschlossen

Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa

Eine Behörde in Nordrhein-Westfalen hat zwei Corona-Schnelltests zurückgerufen, die an Tankstellen, in Supermärkten oder Tierarztpraxen verkauft worden sind. Sie könnten, wenn sie nicht von Fachkräften angewendet würden, »katastrophale Infektionsfolgen« haben, teilte die Bezirksregierung Köln zu den bundesweit illegal in den Handel gelangten Tests mit.

Die Bezirksregierung warnte vor vermeintlicher Sicherheit durch falsche negative Tests beim unsachgemäßen Gebrauch durch Laien – gerade vor den anstehenden Weihnachtsfeiertagen, vor denen sich sehr viele Menschen noch schnell testen lassen wollen, ehe sie etwa zu den Großeltern fahren. Auch eine Verletzungsgefahr sei nicht auszuschließen.

Die Tests sind den Angaben zufolge von einem Unternehmen aus Frechen in Umlauf gebracht worden und somit für Privatkunden auch ohne Fachkenntnisse frei käuflich. Betroffen sind die Produkte:

  • »Covid-19 Ag Test« des Herstellers nal von minden GmbH

  • »blnk Novel Coronavirus (SARS-CoV-2) Antigen Rapid Test Cassette (Swab)« des Herstellers Hangzhou Realy Tech Co.

Die Bezirksregierung warnt ungeschulte Privatpersonen eindringlich vor dem Kauf und der selbstständigen Anwendung des Schnelltests. Die Schnelltests würden derzeit noch teilweise offen und aus der Originalgroßverpackung herausgenommen auf dem Verkaufstisch angeboten.

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Zusammen mit der Kriminalpolizei aus Hürth und dem zuständigen Ordnungsamt hat die Bezirksregierung eigenen Angaben zufolge die Geschäfts- und Privaträume des Unternehmers aus Frechen durchsucht, der die Tests in den Verkehr gebracht haben soll.

Dort sei auch eine aktuelle Kundenliste sichergestellt worden, anhand derer nun der Rückruf erfolgen soll. Die Kundenliste führt etwa 5700 Kunden von Corona-Schnelltests im gesamten Bundesgebiet auf, von denen zwischen 4000 und 4500 Kunden den Test nicht hätten erhalten dürfen.

Auch unabhängig vom konkreten Fall ist der Einsatz von Schnelltests im Privatbereich aus mehreren Gründen problematisch. So gelten sie als weniger zuverlässig als die Standard-PCR-Tests, außerdem kann die Probe von Laien nur sehr schwer selbst entnommen werden. Lesen Sie hier mehr dazu: Negative Weihnacht überall.

apr/dpa
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