Uno-Präsentation in Davos Weltbevölkerung produziert 50 Millionen Tonnen Elektroschrott - im Jahr

Einer Studie der Uno zufolge werden pro Jahr 50 Millionen Tonnen Elektromüll produziert. Das gefährdet nicht nur die Gesundheit, sondern damit werden auch über 50 Milliarden Euro Materialwert weggeworfen.
Elektromüll in China (Archivfoto)

Elektromüll in China (Archivfoto)

Foto: © Kim Kyung Hoon / Reuters/ REUTERS

Fast 50 Millionen Tonnen Elektromüll werden jährlich weggeworfen, sie bedrohen die Umwelt und damit die Gesundheit der Menschen. Das geht aus einem Report hervor, der gemeinsam von der Uno-Koalition gegen Elektromüll und dem Weltwirtschaftsforum erstellt und in Davos vorgestellt wurde.

Das vereinte Gewicht dieses Bergs an Elektroschrott bringe mehr auf die Waage als alle bislang hergestellten kommerziellen Flugzeuge zusammen, hieß es bei der Präsentation. Bis 2050 werde die Menge sogar auf 120 Millionen Tonnen steigen, warnten die Autoren der Studie. Doch weniger als ein Fünftel des Mülls werde derzeit aufbereitet. Stattdessen arbeiteten Millionen Menschen weltweit mit E-Müll, unter gefährlichen Bedingungen für Gesundheit und Natur. Der Materialwert des weggeworfenen Mülls - Metalle wie Kupfer, Platin, Palladium und sogar Gold und Silber - liege bei 62 Milliarden US-Dollar (54,5 Mrd Euro) - das ist dreimal so viel wie die jährliche Silberproduktion.

Statt diesen Schatz zu heben, werden die meisten Geräte verbrannt, vergraben - oder auf Müllkippen geworfen und unter prekären Bedingungen auseinandergenommen. Es sind besonders arme Regionen in Ländern wie Ghana, China oder Indien, in denen das geschieht.

In dem Bericht  wird eine systematische Zusammenarbeit von Unternehmen, Wissenschaftlern, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft und Verbänden gefordert, um das System neu auszurichten und die Verschwendung von Ressourcen zu verringern. Neue Technologien könnten dabei helfen, ein Wirtschaftsmodell aufzubauen sowie bessere Produkt-Nachverfolgung zu ermöglichen und Rücknahmeprogramme zu erleichtern. Letztlich könnten dadurch weltweit Millionen Arbeitsplätze entstehen und die Folgen für die Umwelt abgedämpft werden.

mal/dpa
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