Tarifkonflikt Lokführer der GDL wollen von Samstag an erneut streiken

Die Lokführergewerkschaft GDL will den Bahnverkehr in Deutschland erneut lahmlegen. Bahnkunden müssen sich von Montag an auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen, der Güterverkehr wird bereits von Samstag an bestreikt.
Die Lokführergewerkschaft GDL unter Führung von Claus Weselsky streikt wieder

Die Lokführergewerkschaft GDL unter Führung von Claus Weselsky streikt wieder

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Christoph Soeder / picture alliance/dpa

Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn hat die Lokführergewerkschaft GDL neue Streiks angekündigt. GDL-Chef Claus Weselsky teilte auf einer Pressekonferenz mit, dass die Beschäftigten zwischen dem 21. und 25. August die Arbeit niederlegen werden. Im Güterverkehr wird der Streik bereits am Samstag um 17 Uhr starten, im Personenverkehr am Montag um 2 Uhr.

»Wir haben erneut Rücksicht auf das vor uns liegende Reisewochenende genommen«, sagte Weselsky. »Das werden wir in Zukunft nicht mehr gewährleisten können.«

Bereits in der vergangenen Woche hatte die GDL den Güter- und Personenverkehr bestreikt und damit für erhebliche Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs gesorgt. In dem Tarifkonflikt fordert die Gewerkschaft Lohnerhöhungen von rund 3,2 Prozent und eine Coronaprämie von 600 Euro im laufenden Jahr. Die Bahn will die Erhöhung in Stufen auf später verteilen und eine längere Laufzeit.

»Stillstand bei der Angebotsverbesserung durch die DB führt direkt zum Stillstand der Züge in Deutschland«, sagte Weselsky.

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Eine Rolle in dem Tarifkonflikt spielt allerdings auch die Konkurrenz der GDL zur deutlich größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds, Reiner Hoffmann, hatte Weselsky im SPIEGEL aufgefordert, an den Handlungstisch zurückzukehren. Hoffmann warf Weselsky vor, die Belegschaft zu spalten.

hba/dpa/AFP
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