Verspätungen der Deutschen Bahn Mehr Fahrgäste stellen Antrag auf Entschädigung

Weniger als 70 Prozent der Fernverkehrszüge der Deutschen Bahn kamen im August pünktlich. In der Folge stellten im vergangenen Halbjahr mehr Passagiere Anträge auf Entschädigung.

Ein ICE der Deutschen Bahn
DPA

Ein ICE der Deutschen Bahn


Die Deutsche Bahn muss in diesem Jahr mit höheren Entschädigungszahlungen an Fahrgäste rechnen. Nach Angaben einer Bahnsprecherin sind im ersten Halbjahr 2018 rund eine Million Beschwerde-Formulare eingereicht worden, mit denen Kunden ihre Ansprüche geltend machen.

Im gesamten Jahr 2017 erhielt die Bahn 1,5 Millionen solcher Anträge. In der Folge zahlte die Bahn im vergangenen Jahr nach Angaben des Unternehmens rund 30 Millionen Euro Entschädigung an ihre Passagiere.

Im August diesen Jahres sank der Anteil pünktlicher Fernzüge auf unter 70 Prozent. Die Bahn führte dies in einer Pressemitteilung vor allem auf das Wetter zurück: So hätten die extremen Temperaturen des heißen Sommers zu zahlreichen Fahrzeugstörungen geführt. Brände in Gleisnähe hätten die Situation verschärft. Anfang August musste die Strecke zwischen Köln und Frankfurt nach einem Feuer zeitweise gesperrt werden.

Der Fahrgastverband Pro Bahn sprach sich in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" dafür aus, auch eine Statistik zur Zahl der verspätet angekommenen Fahrgäste und nicht nur die Verspätungsquote der Züge zu veröffentlichen. "Hier würde ja schon ein System aus Hochrechnungen und Befragungen weiterhelfen", sagte Pro-Bahn-Sprecher Karl-Peter Naumann der "FAZ".

kko/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
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sh.stefan.heitmann 26.09.2018
1. Weniger als 70 Prozent der Fernverkehrszüge
... das sind Daten der Bahn oder? Dann heißt es wohl eher das weniger als 25 Prozent (Ein Halt wird als pünktlich gewertet, wenn die planmäßige Ankunftszeit um weniger als 6 bzw. 16 Minuten überschritten wurde) . Auch 10 Minuten verspätung kosten mich meinen Anschluss!
jujo 26.09.2018
2. ...
Ich hatte im Mai dieses Jahres mit dem Zug von Budapest nach Leipzig genau 2 Std, Verspätung. Die Verspätungen waren zwischen Budapest und Prag aufgelaufen, also kein Verschulden der DB. Ich hatte ein DB bahncard 25 Ticket, ich habe ohne Probleme 50% erstattet bekommen. Ich bin zufrieden und habe an der DB nichts zu meckern.
ptb29 26.09.2018
3. Die Bahn kriegt die Schuld
Meine großen Verspätungen in diesem Jahr waren viele Notarzteinsätze am Gleis, der Brand einer Lok einer Privatbahn, einmal ein Oberleitungsschaden. Die Statistik, wie viele äußere, von der Bahn nicht beeinflussbare Faktoren, die Verspätungen verursachen, wäre auch interessant.
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