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29. April 2019, 15:34 Uhr

Deutsche Post

Büchersendungen werden teurer

Weniger Formate, mehr Porto: Die Deutsche Post ändert ihre Preise für Waren- und Büchersendungen. Immerhin dürfen diese künftig verschlossen abgegeben werden.

Die Deutsche Post reduziert bei Büchersendungen die Zahl der Versandformate und erhöht zugleich das Porto. Die Änderungen gelten ab 1. Juli. Kunden haben dann die Wahl zwischen einer Sendung unter 500 Gramm für 1,90 Euro oder bis zu 1000 Gramm für 2,20 Euro, wie der Konzern mitteilte. Versendet werden können unter anderem Bücher, Ersatzteile, elektronische Geräte, Handyzubehör, Datenträger, Textilien und Haushaltswaren.

Bislang gibt es bei der Post zwei Büchersendungs- und vier Warensendungsprodukte. Bücher lassen sich damit derzeit noch für 1,20 Euro bis 500 Gramm und für 1,70 bis 1000 Gramm versenden.

Preissteigerungen seien unumgänglich, da die Post mit höheren Transport- und Lohnkosten konfrontiert sei, teilte das Unternehmen mit. Zugleich versprach es, die Handhabung werde einfacher: Die Kunden könnten Bücher- und Warensendungen ab Juli verschlossen abgeben, bislang mussten sie offen sein. Die Post dürfe die Päckchen aber auch weiterhin zu Prüfzwecken öffnen. Zugestellt würden die Sendungen wie bisher auch in der Regel innerhalb von vier Werktagen.

Auch der Preis für Standardbriefe könnte bald deutlich erhöht werden. Die Bundesnetzagentur hat der Deutschen Post eine entsprechende Genehmigung erteilt. Das Porto für einen Standardbrief könnte Branchenkreisen zufolge auf bis zu 90 Cent angehoben werden, aktuell kostet ein Brief 70 Cent.

mmq/AFP

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