Deutsche Post Büchersendungen werden teurer

Weniger Formate, mehr Porto: Die Deutsche Post ändert ihre Preise für Waren- und Büchersendungen. Immerhin dürfen diese künftig verschlossen abgegeben werden.

Transportkisten der Deutschen Post
HAYOUNG JEON/EPA-EFE/REX

Transportkisten der Deutschen Post


Die Deutsche Post reduziert bei Büchersendungen die Zahl der Versandformate und erhöht zugleich das Porto. Die Änderungen gelten ab 1. Juli. Kunden haben dann die Wahl zwischen einer Sendung unter 500 Gramm für 1,90 Euro oder bis zu 1000 Gramm für 2,20 Euro, wie der Konzern mitteilte. Versendet werden können unter anderem Bücher, Ersatzteile, elektronische Geräte, Handyzubehör, Datenträger, Textilien und Haushaltswaren.

Bislang gibt es bei der Post zwei Büchersendungs- und vier Warensendungsprodukte. Bücher lassen sich damit derzeit noch für 1,20 Euro bis 500 Gramm und für 1,70 bis 1000 Gramm versenden.

Preissteigerungen seien unumgänglich, da die Post Chart zeigen mit höheren Transport- und Lohnkosten konfrontiert sei, teilte das Unternehmen mit. Zugleich versprach es, die Handhabung werde einfacher: Die Kunden könnten Bücher- und Warensendungen ab Juli verschlossen abgeben, bislang mussten sie offen sein. Die Post dürfe die Päckchen aber auch weiterhin zu Prüfzwecken öffnen. Zugestellt würden die Sendungen wie bisher auch in der Regel innerhalb von vier Werktagen.

Auch der Preis für Standardbriefe könnte bald deutlich erhöht werden. Die Bundesnetzagentur hat der Deutschen Post eine entsprechende Genehmigung erteilt. Das Porto für einen Standardbrief könnte Branchenkreisen zufolge auf bis zu 90 Cent angehoben werden, aktuell kostet ein Brief 70 Cent.

mmq/AFP

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insgesamt 16 Beiträge
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Seite 1
saosinfreak 29.04.2019
1. Höhe über 5 cm: zukünftig bis 200 % Preiserhöhung!
Gravierend ist die einheitliche Höhenbeschränkung auf 5 cm, anstatt bisher 15 cm. Hier bleibt z. B. ebay-Gelegenheitsversendern nur die Möglichkeit, auf ein Päckchen auszweichen. So kostet eine Warensendung "Groß" bis 500 g/15 cm heute 2,20 €. Zukünftig werden mindestens 3,79 € für ein Päckchen fällig. Das bedeutet schon eine Preiserhöhung von über 70 %. Noch krasser der Vergleich bei der Büchersendung: Heute 15 cm/500 g für 1,20 €, zukünftig Päckchen für 3,79 €. Das sind über 200 % Preiserhöhung! Irre, wenn die Bundesnetzagentur das durchgehen lässt.
zabadac 29.04.2019
2. byebye warensensendung...
habe bisher viel als warensendung verschickt dank 15 cm höhe. neue höhe max 5 cm, schlechter witz. Hermes kann sich bedanken, geht halt künftig alles mit denen raus..
misterknowitall2 29.04.2019
3. Das mag....
Zitat von saosinfreakGravierend ist die einheitliche Höhenbeschränkung auf 5 cm, anstatt bisher 15 cm. Hier bleibt z. B. ebay-Gelegenheitsversendern nur die Möglichkeit, auf ein Päckchen auszweichen. So kostet eine Warensendung "Groß" bis 500 g/15 cm heute 2,20 €. Zukünftig werden mindestens 3,79 € für ein Päckchen fällig. Das bedeutet schon eine Preiserhöhung von über 70 %. Noch krasser der Vergleich bei der Büchersendung: Heute 15 cm/500 g für 1,20 €, zukünftig Päckchen für 3,79 €. Das sind über 200 % Preiserhöhung! Irre, wenn die Bundesnetzagentur das durchgehen lässt.
eine Reaktion auf die Flut aus dem Internet sein. Wer es bequem haben möchte, muss eben tiefer in die Tasche greifen......zumindest beim Porto.
rubraton 29.04.2019
4. sehr seltsam
Die Deutsche Post hat erst im Januar diesen Jahres die Beiträge für Warensendungen (50g) von 90 Cent auf 1,30 ? erhöht und 500g von 1,90? auf 2,30?. des Weiteren wäre es mir neu dass es vier Sorten von Warensendungen gab Komma meines Erachtens waren es nur 2 Gewichtsreglementierungen
spiegelleser987 29.04.2019
5.
Das war doch nicht nur die Deutsche Post.Seit 1.1.2019 hat irgendeine EU-Postkommission die Preise für alle EU-Länder erhöht. Innerhalb eines Landes dürfen kleine Waren weiterhin als Einschreiben verschickt werden. Dieser Versand ist zwischen den EU-Ländern nicht mehr erlaubt. Das ist nur noch mit Päckchen und Paketen zulässig, wobei diese teurer sind. Diese Vorschriften gelten nicht nur für den Versandhandel sondern auch für private Versendungen. In Briefen, auch Luftpolsterbriefen, darf nur noch Papier stecken. Sonst wird es als Paket oder Päckchen bezeichnet. Der Verand erfolgt in andere EU-Länder zu gleichen Preisen wie beim weltweiten Versand. So habe ich es im Februar von der Post erfahren. In der Poststelle wurde mir damals auch gesagt, dass es die nächsten Änderungen im April geben soll. Die Post muss auch ständig die Preise erhöhen. Dadurch erfolgt der Versand aus China an Privatkunden versandkostenfrei. China wird von einer internationalen Weltpostverein weiterhin als "armes Entwicklungsland " (wieso haben die soviele Milliardäre?) bezeichnet. In den 1960 wurde beschlossen, dass die weltweit alles kostenlos verschicken können. Das gilt nur für private Kunden. Firmen höhere Kosten bezahlen. Subventiert wird das von den Postunternehmen aller anderen Länder. Das habe ich vergangenes Jahr erfahren. siehe z.B.: https://de.wikipedia.org/wiki/Weltpostverein "Verlustgeschäft mit Paketen aus China" https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/standard/Verlustgeschaeft-mit-Paketen-aus-China/story/29414016
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