Deutschland Schäden durch Blitze so hoch wie zuletzt 2004

Den Versicherern zufolge geht die Zahl der Blitzeinschläge immer weiter zurück. Dennoch ist 2018 die Gesamtschadenssumme erheblich gestiegen. Das hat auch mit der Ausstattung der betroffenen Häuser zu tun.

DPA

Es kracht zwar nicht mehr so häufig wie früher - aber wenn, dann richtig: Der durch Blitzeinschläge verursachte Gesamtschaden in Deutschland war im vorigen Jahr so hoch wie seit 15 Jahren nicht mehr.

Rund 280 Millionen Euro mussten Versicherer 2018 deswegen erstatten - rund 40 Millionen Euro mehr als im Jahr davor. Ein solcher Wert war in Deutschland zuletzt 2004 erreicht worden, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft am Mittwoch mitteilte.

Dabei geht die Anzahl der Blitzschäden aufgrund von sichereren Gebäuden immer weiter zurück. "Mit 290.000 Fällen gingen rund 10.000 Meldungen weniger bei den Versicherern ein als 2017", hieß es. "Dafür wird der einzelne Blitzeinschlag immer teurer." Bei einem Einschlag müssten nämlich inzwischen immer häufiger teure Heizungs- und Jalousiensteuerungen repariert oder ersetzt werden.

Ihren Ursprung haben Blitze in hoch aufragenden Gewitterwolken. Sie entstehen, wenn feuchtwarme Luftmassen aufsteigen und die Luftfeuchtigkeit kondensiert. Aus diesem Grund gibt es im Sommer besonders viele Gewitter. Häufig entstehen sie auch am Nachmittag, dann sind die atmosphärischen Bedingungen am günstigsten.

Einen Überblick über die aktuelle Blitz- und Gewitterlage gibt der Blitz-Informationsdienst.

beb/dpa

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