Einkaufsmeilen-Ranking Hier ist der Andrang am größten

München hat es an die Spitze geschafft: Laut einer Rangliste ist die Kaufinger Straße in der bayerischen Landeshauptstadt die Einkaufsmeile mit den meisten Besuchern. Die Bundeshauptstadt fehlt im Ranking.
Szene in der Münchner Kaufingerstraße: Meistbesuchte Einkaufsmeile

Szene in der Münchner Kaufingerstraße: Meistbesuchte Einkaufsmeile

Foto: imago

Für die einen sind sie beliebte Anlaufpunkte fürs Wochenend-Shopping oder Pflichtstation während eines Städtetrips. Andere verbinden damit stressige Touren durch Geschäfte und stöhnen schon auf, wenn sie nur die Namen hören. Viele Einkaufsstraßen in Deutschland sind weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. In den 170 wichtigsten Einkaufsmeilen hat die Immobiliengesellschaft Jones Lang Lasalle (JLL)  an einem Samstag im Frühjahr eine Stunde lang die Zahl der Passanten zählen lassen. Daraus entstand ein Ranking der am stärksten besuchten Einkaufsstraßen in Deutschland (ein Auswahl gibt es hier in der Fotostrecke).

Platz eins belegt die Kaufinger Straße in München. Dort wurden innerhalb einer Stunde 15.655 Menschen gezählt. Die Frankfurter Zeil landete mit 13.480 Passanten auf dem zweiten Rang. Die Schildergasse in Köln - im vergangenen Jahr noch Spitzenreiter - kam auf Platz drei. Dort flanierten beziehungsweise drängten sich 13.110 Menschen. Platz vier belegt die Wiesbadener Kirchgasse (13.110 Passanten) vor der Spitalerstraße in Hamburg (13.070 Passanten).

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Einkaufsmeilen: Die beliebtesten Shopping-Straßen

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Auf die Plätze sechs bis zehn schafften es Straßen, auf denen rund 10.000 Menschen pro Stunde unterwegs waren. Die Neuhauser Straße in München kommt auf Platz sechs, danach folgen die Georgstraße in Hannover, die Hohe Straße in Köln und die Düsseldorfer Schadowstraße. Platz zehn belegt die Bahnhofstraße in Hannover.

Auffällig ist, dass es keine Einkaufsstraße in Berlin in die Top Ten schafft. Das dürfte aber auch daran liegen, dass sich die Shopping-Begeisterten in der Hauptstadt nicht auf einen Bereich konzentrieren, sondern sich etwa auf die Tauentzienstraße, den Kurfürstendamm, den Alexanderplatz und die Friedrichstraße verteilen. Dort wurden jeweils mehr als 5000 Passanten pro Stunde gezählt. Die Hauptstadt hat damit neben München immerhin die höchste Dichte an hochfrequentierten Shopping-Straßen.

Weniger Passanten gezählt als im Vorjahr

Wie viele Passanten gezählt wurden, dürfte auch vom Wetter in den einzelnen Städten abhängig gewesen sein. Laut JLL wurde am Samstag, den 21. März 2015, zwischen 13 und 14 Uhr bei durchwachsenem Wetter gezählt. Bundesweit waren demnach 707.000 Passanten in den Einkaufsstraßen unterwegs - und damit sieben Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Diese Zahl ist aber nach Ansicht der Immobiliengesellschaft angesichts des wachsenden Onlinehandels und des wechselhaften Wetters am Zähltag durchaus erfreulich. "Die Konsumenten schätzen nach wie vor einen ausgedehnten Einkaufsbummel in 'ihrer' Einkaufsstraße, wenn sie dort einen kompletten Mietermix und eine hohe Aufenthaltsqualität vorfinden", hieß es.

Für das Image von Luxusmeilen zählt zwar nicht unbedingt die Zahl der Passanten, doch JLL gab auch bekannt, welche teuren Einkaufsmeilen die meistfrequentierten waren. Hier steht seit Jahren die Düsseldorfer Königsallee an Platz eins (4775 Besucher). Mit einigem Abstand folgen der Neue Wall in Hamburg (2925 Passanten), die Stuttgarter Stiftstraße (2590 Passanten), die Münchner Maximilianstraße (1880 Passanten) und die Goethestraße in Frankfurt (1005 Passanten).

mmq
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